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Gleich zwei Auszeichnungen für Martin Höller

Nachdem Martin Höller aus Much kürzlich für seine Masterarbeit zum Thema „Bedeutung der Qualität und Aufbereitung von Gras als Ersatz für Zellstoff“ an der Universität Bonn mit dem Wilhelm-Rimpau-Preis der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet wurde, erhielt er nun für seine Abschlussarbeit auch noch den Theodor Brinkmann-Nachwuchspreis.

Gleich zwei Auszeichnungen für Martin Höller

Auszeichnung: Martin Höller erhält von Dekan Prof. Dr. Peter Stehle (links) den Theodor Brinkmann-Nachwuchspreis. Rechts Prof. Dr. Ernst Berg. © Foto: martin pothmanns fotoshooting/www.pleasesmile.de

Theodor Brinkmann (1877-1951) zählte zu den bedeutendsten Forschern und Lehrern der Agrarökonomie an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Die nach ihm benannte Theodor-Brinkmann-Stiftung e.V. verleiht den mit 500 Euro dotierten Nachwuchspreis. Der Dekan Prof. Dr. Peter Stehle und Prof. Dr. Ernst Berg übergaben den Preis an Martin Höller.

Der zweifache Preisträger ist selber Landwirt und hat sein Agrarstudium mit dem Master in Nutzpflanzenwissenschaften an der Universität Bonn abgeschlossen. Zurzeit ist er Doktorand zum Thema Nachwachsende Rohstoffe am Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn. Seine Masterarbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob man Papier aus Gras beziehungsweise Heu herstellen kann. Die Mengen an Altpapier als Hauptrohstoff für die Herstellung von Kartons und Pappen gehen zurück. Somit müssen sich die Produzenten nach alternativen Rohstoffen umsehen, um den durch den wachsenden Onlinehandel ansteigenden Bedarf zu decken.

Heu bietet sich als Rohstoff für Papier an, weil es deutlich weniger Lignin als Holz oder auch Stroh aufweist und damit nicht chemisch aufgeschlossen werden muss. Gras ist darüber hinaus regional verfügbar und erfordert nur kurze Transportwege. Ergebnis ist, dass für eine mittelständische Papierfabrik mit rund zehn Prozent Heuanteil im Papier genügend Mengen in der geforderten Qualität, regional und nachhaltig neben der Nutzung als Futter zur Verfügung stehen. Die Prüfer wie auch die Jury haben die Arbeit mit sehr gut bewertet und stellen heraus, dass auf Grund dieser ungewöhnlichen interdisziplinären Arbeit beispielsweise die Errichtung einer vollautomatischen Pilotanlage geplant wird und die Arbeit insgesamt Grundlage eines neuen Forschungsschwerpunktes am Campus Klein-Altendorf der Landwirtschaftlichen Fakultät in Bonn geworden ist.

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