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Jährliche Einsparung von acht Millionen Euro

Rektorat gibt Sparmaßnahmen bekannt

Jährliche Einsparung von acht Millionen Euro

Trübe Aussichten: Die Universität Bonn muss eine weitere Sparrunde verkraften. Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Die Universität Bonn muss in den kommenden Jahren weitere schmerzhafte Sparmaßnahmen verkraften – trotz der Förderung durch den Hochschulpakt II und andere Bund-Länder-Programme. Das hat das Rektorat mitgeteilt. Hintergrund ist ein strukturelles Defizit von rund acht Millionen Euro, das die Universität aufgrund ihrer Unterfinanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen aus eigener Kraft bewältigen muss.

„Wie alle Hochschulen lebt auch die Universität Bonn seit Jahren von der Substanz“, erklärt Kanzler Dr. Reinhardt Lutz. Der Verwaltungschef ist auch Beauftragter für den Universitätshaushalt. „Zwar haben wir in den vergangenen Jahren einen Zuwachs an Programmmitteln zu verzeichnen, etwa im Rahmen des Hochschulpaktes, in Form von Qualitätsverbesserungsmitteln oder durch das Programm zur Verbesserung der Qualität der Lehre QUIL, aber diese Mittel sind allesamt befristet und für konkrete Zusatzaufgaben bestimmt, wie etwa um den doppelten Abiturjahrgang aufzufangen.“

Mit zweckbestimmten Projektmitteln kann jedoch nicht der allgemeine Betrieb der Universität sichergestellt werden. Dieser muss sich aus dem jährlichen Landeszuschuss finanzieren, der den Hochschulen als Globalbudget bereitgestellt wird. Davon werden vor allem Personalkosten, Einrichtungen für Forschung und Lehre, Mieten, Gebäudeunterhalt und Energiekosten bestritten.

Landeszuschuss seit Jahren unverändert

Rektor Prof. Dr. Jürgen Fohrmann sagt: „Die Höhe des Landeszuschusses ist seit Jahren gleich geblieben, trotz steigender Preise und Inflation. Faktisch haben wir jedes Jahr weniger Mittel zur Verfügung, um unsere universitären Aufgaben zu finanzieren.“ Dabei sind allein die Ausgaben der Universität für Strom, Gas und Heizöl in den letzten vier Jahren um rund sieben Millionen Euro pro Jahr gestiegen. Einen Ausgleich aus dem Landeshaushalt gab es dafür nicht. Weitere große Kostentreiber sind der Verfall der Zinsen, dringende Baumaßnahmen und Anmietungen sowie Investitionen in die DV-Ausstattung und -Infrastruktur.

Wie andere Universitäten, so ist auch die Bonner Universität auf diese Weise in ein strukturelles Defizit geraten, das kontinuierlich auf nunmehr acht Million Euro pro Jahr angewachsen ist. „Das zwingt uns zum Handeln“, sagt Rektor Prof. Fohrmann. Mit den Fakultäten hat das Rektorat ein ganzes Bündel von Maßnahmen verabredet, das auch die Univerwaltung und andere zentrale Bereiche einschließt. Konkrete Einzelheiten sind derzeit noch in der universitätsinternen Abstimmung.

Verwaltung und zentrale Einrichtungen sparen mit

Kanzler Dr. Lutz zählt auf, wie sich die Millionensumme generell zusammensetzt: „Einen Teil der gestiegenen Kosten verteilen wir linear auf alle Bereiche der Universität, also auch auf die Verwaltung und die zentralen Einrichtungen wie das Hochschulrechenzentrum und die Universitäts- und Landesbibliothek. Der Rest kommt durch verschiedene Maßnahmen zustande, darunter das Einfrieren von Stellen.“ Die Hauptlast tragen die großen Fakultäten mit Ausnahme der Medizin, die einen eigenen Haushalt zu bewältigen hat.

Wichtig sei, dass die Sparmaßnahmen nicht auf Kosten der Lehrqualität gehen, betont Rektor Fohrmann: „Um die Betreuung der Studierende sicherzustellen, stehen aus Sonderprogrammen ausreichende Mittel zur Verfügung.“ Eine Erhöhung des Landeszuschusses, die den gestiegenen Kosten und der Inflation Rechnung trägt, könnte die Finanzsituation der Universitäten entschärfen. Prof. Fohrmann: „Darauf weisen die Rektorenkonferenzen die Landesregierung seit Jahren hin. Genutzt hat es bislang wenig.“

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