One Two
Über diesen Blog

Dieser Blog gibt aktuellen Themen Raum, macht Nachrichten digital verfügbar und stellt Menschen rund um die Universität vor. Er lädt außerdem zur Interaktion ein. Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion (diese finden Sie am Ende eines jeden Beitrags). Zum Artikel gelangen Sie durch Anklicken der Überschrift.

Kontakt

Für Feedback, Anregungen und Fragen stehen wir unter kommunikation@uni-bonn.de zur Verfügung.

Blog-Richtlinien

Wir freuen uns über Kommentare und den Austausch von Meinungen. Bitte beachten Sie dabei jedoch unsere Blog-Richtlinien. Weiter...

 
Sie sind hier: Startseite Kultur

Kultur

Blog der Universität Bonn

24.06.2016

Uta von Naumburg in Eva’s Beauty Case

Uta von Naumburg in Eva’s Beauty Case

First Lady des Mittelalters als Leihgabe aus dem Paul-Clemen-Museum nun in "Eva's Beauty Case".

Im LVR-Museum begrüsst Uta von Naumburg gleich im Foyer den Besucher: die „Greta Garbo“ des Mittelalters wurde vom Paul-Clemen-Museum der Universität Bonn für die Ausstellung „Eva's Beauty Case“ vom Paul-Clemen-Museum ausgeliehen.

Uta von Naumburg ist die bekannteste der um 1250 geschaffenen Stifterfiguren des Westchores des Naumburger Doms und die Figur war Vorbild für die böse Stiefmutter in Walt Disneys erstem Trickfilm Schneewitchen. Die mittelalterliche Skulptur der Uta entstand mit den neuen Möglichkeiten der Verlebendigung, welche die Skulptur in den großen französischen Kathedralbauhütten der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entwickelte.Die Figur ist in Naumburg Teil der Darstellung längst verstorbener Stifter, die sich am Fensteransatz im Naumburger Stifterchor als Teil eines Weltgerichtsprogramms versammeln: Herrscher und Große sowie ihre Frauen, die mit den neuen künstlerischen Mitteln iim Rahmen der Wahrnehmung ihrer Herrschaftsaufgaben auf heute noch packende Weise gezeigt werden: unideal, träge, zornig, ängstlich, emotional.  Als Menschen mit ihren Defiziten drückten sie Erlösungesbedürftigkeit auch der Mächtigen aus. Auch die Darstellung der Uta ist unideal, ihr Haar ebenso wie ihr Mantel verrutscht und im Rutschen von der unglaublich zart und fein gebildeten Frauenhand gehalten. Im 20. Jahrhundert wurde – von diesen kleinen Regelverstößen und vom verschlossenen Gesicht ausgehend - dieser mittelalterlichen Darstellung eine erotische Aura zugewiesen, welche die Figur zu einer kühlen Schönheit, eben der Greta Garbo des Mittelalters macht. So ist die Figur der Utra von Naumburg der ideale Türöffner einer solchen  Ausstellung, welche der menschlichen Schönheit und den Mitteln, die dazu verhelfen, gewidmet ist.

Bis 22. Januar 2017
Die Ausstellung  Eva’s Beauty Case - Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten ist noch bis zum 22. Januar 2017 im LVR-Landesmeusum in Bonn, Colmantstraße 14-16, 534115 Bonn, zu sehen.

Zugeordnete Kategorie(n):
22.06.2016

Galerie Lahumière: Schenkung an das Arithmeum

Galerie Lahumière: Schenkung an das Arithmeum

Französische Künstler der Galerie Lahumière schenken dem Arithmeum neun Kunstwerke. Die Sonderausstellung "Schenkungen der Künstler der Galerie Lahumière, Paris" ist noch bis Oktober 2016 im Arithmeum zu sehen.

Die renommierte Galerie Lahumière in Paris vertritt seit über 50 Jahren geometrisch konstruktive Künstler aus Frankreich. Nun hat die Galeristin Anne Lahumière sich mit Hilfe "Ihrer" Künstler zu einer Schenkung an die
Kunstsammlung des Arithmeums entschlossen.

"Eine Ehre für die Künstler"
Neun hochkarätige Werke haben den Besitzer gewechselt und sind nun im Besitz der Sammlung des Arithmeums der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Das Arithmeum beherbergt eine der drei größten Sammlungen dieser Kunstrichtung im deutschsprachigen Raum. Galeristin Lahumière sagte: "Es ist eine Ehre für die Künstler und auch für meine Galerie eine so qualitätvolle und konsequente Sammlung dieser Kunstrichtung wie die des Arithmeums zu unterstützen. Über Jahre konnte ich die Sammeltätigkeit des Arithmeums verfolgen und freue mich über die Entwicklung, die die Sammlung nun genommen hat." Und so sollten auch die französischen konstruktiven Künstler in dieser Sammlung nicht fehlen, erklärte die Galeristin.

Tatsächlich "gefehlt" hat diese Kunstströmung in ihrer französischen Ausprägung bis dato nicht. Aber dieser Teil der Sammlung des Arithmeums konnte nun durch neun Werke ergänzt und vertieft werden.

Sonderausstellung
Bilder von Jean Legros, André Stempfel, Henri Prosi, Jean Francois Dubreuil, Renaud Jaquier Stajnowicz, Charles Bezié, Yves Popet, Jean-Michel Gasquet und Nicholas Bodde sind nun zusätzlich im Arithmeum zu bewundern. Eine kleine Sonderausstellung mit den Neuzugängen ist nun noch bis Oktober im Arithmeum zu sehen. Die Werke geben einen sehr schönen Überblick über das Spektrum dieser Kunstrichtung in Frankreich. Geometrie in purer Ausführung erwartet das Auge des Betrachters.

Zugeordnete Kategorie(n):
20.06.2016

Wie ist die Alphabetschrift entstanden?

Wie ist die Alphabetschrift entstanden?

Das Ägyptische Museum in Kairo stellt in einer Ausstellung die frühe Entwicklung der Alphabetschrift vor, die vor rund 4.000 Jahren auf der Sinai-Halbinsel im heutigen Ägypten ihren Ursprung hatte. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn und sein Mitarbeiter David Sabel haben die ungewöhnliche Exposition kuratiert, die noch bis in den Oktober hinein zu sehen ist und dann an die Bibliotheca Alexandrina wandern wird.

Es war eine Innovation von globaler Bedeutung, die auch heute noch unsere moderne Welt nachhaltig beeinflusst: Im frühen zweiten Jahrtausend vor Christus formte sich im südwestlichen Sinai die Alphabetschrift heraus, die in einer langen historischen Kette zum Ursprung aller Alphabetschriften werden sollte. Die Region war damals ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Ein Zeugnis dieser Hochkultur sind die Monumente auf dem Hochplateau von Serabit el-Khadim mit dem Tempel, Hinterlassenschaften regen Bergbaus und zahlreichen Steininschriften. Neben den schon länger bekannten altägyptischen Hieroglyphen und den teilweise bekannten Zeugnissen der frühesten Alphabetschrift untersuchten die Wissenschaftler der Universität Bonn außerdem eine dritte Art Zeichensystem: manche erinnern an Hieroglyphen, andere mehr an geometrische Formen.

Helfende Hände

Helfende Hände: Zwei Tage vor der Eröffnung entfernen Haustechniker die Banner von früheren Ausstellungen. © Fotos: David Sabel/Uni Bonn


Erstmals sind im Ägyptischen Museum in Kairo etwa 50 Exponate ausgestellt, an denen sich die Formung der Buchstaben und die Genese der Alphabetschrift nachvollziehen lassen. Die beiden Wissenschaftler der Universität Bonn wurden vom damaligen Museumsdirektor und jetzigen Antikenminister Prof. Khaled El Enany eingeladen, die weltweit erste Spezial-Ausstellung zum Ursprung der Alphabetschrift zu kuratieren. Das Museum möchte nun mit der viel beachteten Schau seine Schätze ins rechte Licht rücken und eine der folgenreichsten kulturellen Entwicklungen der Menschheit dokumentieren.

Letzte Handgriffe

Letzte Handgriffe:  Die Vitrinen werden bestückt und in Position gebracht. Reinigungskräfte reinigen die Gläser der Schaukästen.


Es fügt sich hervorragend, dass sich 2016 der Jahrestag von Alan H. Gardiners genialem Durchbruch zum Verständnis der frühen Alphabetschrift („The Egyptian Origin of the Semitic Alphabet“) zum 100. Mal jährt. Die aktuelle Ausstellung in Kairo ist konzeptionell auch eng mit der archäologischen Arbeit der Universität Bonn auf dem Hochplateau von Serabit el Chadim auf der Sinai-Halbinsel verknüpft.

Vor dem großen Ansturm

Vor dem großen Ansturm: Die Ausstellung zur Alphabetschrift im Ägyptischen Museum in Kairo kurz vor der Eröffnung.


Die Vorbereitungszeit für die Ausstellung war ausgesprochen kurz. Im März 2016 konnten Prof. Dr. Ludwig Morenz und David Sabel von der Universität Bonn die Originale in Kairo untersuchen und auch das finale Konzept der Exposition ausarbeiten. Bereits am 25. April (in Ägypten dem Sinai gewidmeter Nationalfeiertag) wurde die Ausstellung eröffnet. Beide Wissenschaftler freuten sich über die intensive und produktive Zusammenarbeit mit dem damaligen Museumsdirektor Prof. Dr. Kahled El Enany und seinen Mitarbeiterinnen, insbesondere Sabah Ab del Raziq.

Museumsdirektorin

Die neue Museumdirektorin Somaya Abd el Samia eröffnet die Ausstellung.

 

Sheik

Sheik Rabia Barakat und Sheik Am Saleh sind sichtlich stolz, dass ihre Heimat Serabit el-Khadim präsentiert wird.

 

Das Team

Das Team der Museumsmitarbeiterinnen bei der Eröffnung.

 

Morenz

Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn beim Interview.

 

Zugeordnete Kategorie(n):
10.06.2016

Rum und Ähre - UniVerse Slam 3.0

Rum und Ähre - UniVerse Slam 3.0

Ein Abend voller kreativer Texte

Julius Hellermann, studentische Hilfskraft vom Dezernat für Hochschulkommunikation, berichtet im Newsblog von seinem Besuch beim UniVerse Slam 3.0. Veranstaltet wurde der Poetry Slam von den Fachschaften VWL und Romanistik.:

Acht Wortakrobaten haben sich gestern beim UniVerse Slam 3.0 an der Uni Bonn dem Urteil der anwesenden Studenten gestellt und hatten von purer Komik über Sinnlichkeit, Religionskritik und Naturhass alles zu bieten.

Eingeläutet wurde der Abend zunächst musikalisch mit einer Darbietung von Simon & Ingo, einem jungen Musikerduo aus Bonn. In von Gitarrenakkorden begleiteten Raps lehnten die beiden die Absage ihrer letzten Bewerbung ab und besangen mit ihren „Küchenzeilen“ das Leben in einer studentischen WG. Die wohlverdiente Zugabe haben sie sich dann mit einem Lied über abgedroschene Redewendungen selber gestattet, ganz nach dem Motto „ carpe vita“.

Die Slammer hatten anschließend für jeden Geschmack etwas im Gepäck. Die digitale Generation bekam ihr Fett weg, genauso wie der Jurastudent mit goldenem Macbook. Sven Hensel gründete auf der Bühne prompt eine Selbsthilfegruppe („Ich bin die Selbsthilfe, ihr seid die Gruppe“) und Moritz Otto hat in seinem Text Ist das Kunst oder kann das weg? festgestellt, dass jedenfalls monoton vorgetragene Geburtstagsgedichte auf Familienfeiern weg können. Julius Schmidt beschrieb in einer Religionskritik viele Gesichter von Zwang und schlug damit ernstere Töne an. Das Thema Religion griff auch No Limit mit der Frage „Warum glaubt ihr?“ auf. Der sinnlichste und vielleicht persönlichste Text stammte von Ella Anschein und handelte von einer Affäre im Sommer, die ihr schmerzvolles Ende findet.

Nach der Pause gaben Simon & Ingo nochmals eine etwas veränderte lateinische Weisheit zum Besten: „ich denke, also trinke ich; Mojito, ergo sum“. Das mitsingende Publikum hat ihrer Meinung nach dabei selbst „den ausgefallenen Teil von Rock am Ring wieder gutgemacht“.

Den Sieg davon tragen konnte Felix Bartsch. Mit einem Plädoyer gegen die Schönheit der Natur, die er nur mit Strohrum erträgt, slammte er sich im Finale zum Sieg: „Als wären Tiere so perfekt! Hat etwa einer von denen einen Job?! Oder einen Bausparvertrag?!“. Gepaart mit Ähre durfte er Rum auch gleich als Preis in Empfang nehmen. Dass Felix seine Mitslammer wesentlich lieber mag als die Natur konnte man daran erkennen, dass beides bereitwillig noch auf der Bühne mit ihnen teilte.

Alle Gewinne der Veranstaltung werden für einen guten Zweck gespendet.

Geslammt haben:

Sophie Raspels

Sven Hensel

Moritz Otto

Julius Schmidt

Jana Willemsen

Felix Bartsch

Ella Anschein

No Limit


Mehr zu Simon & Ingo unter

https://www.facebook.com/simonundingo/

Fachschaften VWL und Romanistik (Gastgeber):

https://www.facebook.com/fachschaft.romanistik.bonn/

https://www.facebook.com/Fachschaft-VWL-Uni-Bonn-151353471573387


Julius Hellermann

 

 

Zugeordnete Kategorie(n): ,
31.03.2016

Himmelsschlüssel zu sehen

Himmelsschlüssel zu sehen

"Primula veris" ist Pflanze des Monats April in den Botanischen Gärten der Uni Bonn - und sie ist Pflanze des Jahres.

Die Echte Schlüsselblume oder Himmelsschlüssel wurde von der Stiftung Naturschutz Hamburg zur Blume des Jahres 2016 ausgewählt. Sie ist eine kleine Staude mit einer Blattrosette und einem blattlosen Blütenstand.
Die 5 – 20 Blüten öffnen sich nacheinander über einen längeren Zeitraum. Die Pflanze ist kalkliebend und wächst in Halbtrockenrasen, an Feldrainen, Waldrändern und ähnlichen offenen Standorten. Sie ist in Europa und Asien weit verbreitet. Obwohl sie sicherlich viele kennen, so ist ihr Bestand kontinuierlich zurückgegangen, weswegen sie zur Blume des Jahres gewählt wurde.

Interessant ist der Blütenaufbau. Die Blüten locken langrüsselige Insekten, wie Schmetterlinge und Hummeln an. Bei den einzelnen Blüten eines Blütenstandes dieser Art sind die Griffel unterschiedlich lang (Heterostylie). Es gibt Blüten mit einem langen Griffel, bei denen die Staubeutel in der Nähe des Blütengrundes stehen und kurzgrifflige mit langen Staubbeuteln, die die Griffel weit überragen. Dadurch soll eine Bestäubung von Nachbar-Blüten verhindert werden.
Die Echte Schlüsselblume gehört zu den Primelgewächsen. Der Blütenstand erinnert an einen Schlüsselbund, wobei die einzelnen Blüten jeweils einen Schlüssel darstellen. Daher der zweite deutsche Name.
Ein schöner Bestand der Echten Schlüsselblume ist im Nutzpflanzengarten und in der Biotopanlage zu finden.
 
Öffnungszeiten
Im Sommerhalbjahr vom 25. April bis zum 30. September sind die Botanischen Gärten täglich außer samstags von 10 bis 18 Uhr; donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen findet um 15 Uhr eine allgemeine Gartenführung statt. Der Eintritt in die Botanischen Gärten kostet an Sonn- und Feiertagen 3 Euro, ermäßigt 1 Euro. Die Führung kostet zusätzlich 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. 

Adresse
Botanische Gärten der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171, D-53115 Bonn
T. 0228/73 55 23, Fax: 0228/73 90 58
e-mail: botgart@uni-bonn.de
www.botgart.uni-bonn.de

Zugeordnete Kategorie(n):
11.03.2016

Universität Bonn präsentiert Ph.D. Movie 2

Universität Bonn präsentiert Ph.D. Movie 2

Im April ist es soweit: Das Ph.D. Movie 2 kommt nach Bonn. Mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft Bonn präsentiert das Dezernat für Hochschulkommunikation der Universität Bonn den zweiten Teil des Films zum beliebten Ph.D. Comic des amerikanischen Autors Jorge Cham, in dem die Sorgen und Nöte von Doktoranden auf unterhaltsame Weise im Mittelpunkt stehen.

Bereits 2011 hatte die Universität Bonn das Ph.D. Movie 1 präsentiert - zur Begeisterung insbesondere ihrer Doktoranden und Graduate Students. Mit dem zweiten Teil setzt Jorge Cham die unterhaltsame Geschichte um

 

Die Vorstellungen (in englischer Sprache) finden statt:

Dienstag, 19. April 2016, 18 Uhr
Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28, 53115 Bonn

Montag, 25. April 2016, 18 Uhr
Uni-Hauptgebäude, Hörsaal I, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

Eingeladen sind alle Angehörigen der Universität Bonn, insbesondere alle Doktoranden.

Bitte beachten Sie: Die Zahl der Sitzplätze ist aufgrund der Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen begrenzt. Plätze werden auf der Basis "first come, first served" vergeben.

 

Und das erwartet die Zuschauer:

Der Namenlose Doktorand muss mit der gesamten Arbeitsgruppe zu einer wichtigen wissenschaftlichen Konferenz reisen und sich dort gegen eine um Ergebnisse und Drittmittel konkurrierende Arbeitsgruppe behaupten. Doktorandin Cecilia ist in der Klemme, da ihr Betreuer Prof. Smith ein Freisemester plant - nun muss sie entweder ihre Doktorarbeit zu Ende schreiben oder bleibt ein weiteres Jahr an der Uni hängen.

Hier können Sie den Trailer anschauen: https://youtu.be/yb2y_a7hL5M

 

 Information in English:

 In April 2016, the Ph.D. Movie 2 is coming to Bonn. With support from the Bonn University Society the Department for Corporate Communications of the University of Bonn proudly presents the second part of the movie by Jorge Cham, autohor of the popular Ph.D. Comics, in which the worries and and hardships of graduate students' life is described in an entertaining way.

Already 2011, the University of Bonn screened the Ph.D. Movie 1 - to the particular delight of all doctoral and graduate students. In the second episode of the Ph.D. Movie Jorge Cham continues to tell an entertaining story about the worries and hardships of graduate students' life.


The screenings in English language will take place here:

Tuesday, 19 April 2016 18:00
Wolfgang Paul Lecture Hall, Kreuzbergweg 28, 53115 Bonn

Monday, April 25, 2016 , 18:00
University main building, Auditorium I, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

All members of the University of Bonn are cordially invited, in particular all doctoral and graduate students. Please note: The number of seats is limited because of safety and fire regulations. Places are allocated on a "first come, first served" basis.

About the movie:

The Nameless Grad Student and his group must travel to an important academic conference and square off against a rival group as they compete for results and grant money. Meanwhile, Cecilia's advisor is going on sabbatical, which means she has to finish writing her thesis or be stuck in grad school another year. It's a comedy.

Watch the trailer here: https://youtu.be/yb2y_a7hL5M


Mit freundlicher Unterstützung/Supported by:

UGB Logo  Fachschaft Physik/Astronomie

Zugeordnete Kategorie(n): , ,
09.03.2016

Führung durch die Gärten nach Fällungen im Winter

Führung durch die Gärten nach Fällungen im Winter

In den vergangenen Wochen wurden in den Botanischen Gärten erneut recht umfangreiche Fällmaßnahmen durchgeführt. Der Direktor der Botanischen Gärten, Prof. Dr. Maximilian Weigend, bietet am 10. März um 16.30 Uhr eine öffentliche Führung für alle Interessierten an.

Die Botanischen Gärten erhalten im Sommer einen neuen Haupteingang mit Restaurant; sie werden von da an über den Schlossvorplatz zugänglich sein. Einige Fällungen gesunder Bäume waren im Bereich des neuen Eingangs erforderlich. Demnächst weden auch neue Wege angelegt, die den neuen Eingang durch die Remise an den Garten anbinden.

Bäume aus dem vorletzten Jahrhundert mussten weichen
Außerdem mussten einige Nadelbäume insbesondere an der Straße am Venusbergweg gefällt werden. Wesentliche Teile des heutigen Baumbestandes waren bereits unter dem Direktor Strasburger und dem Dendrologen Beissner vor etwa 115 Jahren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert geschaffen worden. Entsprechend alt waren diese Bäume nun, einige sogar bis zu 130 Jahre alt. 2014 musste als Sicherungsmaßnahme bereits eine große Roteiche, 2015 eine große Robinie an der Meckenheimer Allee gefällt werden; kürzlich traf es leider einen Mammutbaum am Melbweiher.

Wer in den Gärten - trotz aller Bewunderung für das Geschehen am Boden und auf Blickhöhe - einmal den Blick nach oben richtet, wird in der Nadelbaumsammlung entlang des Venusbergwegs bemerken, dass ein sehr großer Teil der von Beissner ab ca. 1890 gepflanzten Thujen und Scheinzypressen derzeit abstirbt; die meisten Tannen haben ihre Spitze verloren und tragen oft nur noch vertrocknete, kahle Zweige. Die Tannen sind nahezu ausnahmslos von Sitkafichtenläusen befallen; eine chemische Schädlingsbekämpfung in dieser Höhe und im Wohngebiet ist aber vollkommen ausgeschlossen. Die Fällung dieser Bäume ist unvermeidlich. Im Wald würde man diese Bäume einfach stehen lassen und ihrem Schicksal überlassen. In einer öffentlichen Grünanlage ist das aus Gründen der Verkehrssicherung nicht möglich.

Grundsanierung einschließlich Nachpflanzungen
Was also derzeit wie großflächige Holzgewinnung aussieht, ist in Wirklichkeit die Grundsanierung des Baumbestandes, insbesondere bei den Koniferen. Nur an zwei Stellen wurden bei den Nadelgehölzen auch gesunde Bäume gefällt: Es handelte sich um gewöhnliche Eiben und Scheinzypressen. Von ihnen haben die Gärten - und der Friedhof - mehr als genug. Sie behinderten die Entwicklung von Japanischen Nusseiben, die zu den seltensten Nadelgehölzen überhaupt gehören.
Überall im Garten, insbesondere auch im Koniferetum, werden derzeit Nachpflanzungen durchgeführt, um einen möglichst übergangslosen Ersatz der gefällten Bäume zu gewährleisten. Wir hoffen dadurch während der voraussichtlich ca. 10—20 Jahre dauernden Sanierungsphase, den Charakter des Gartens in diesem Bereich im Wesentlichen zu erhalten. Bereits nachgepflanzte Gehölze der letzten Jahre haben sich hervorragend entwickelt. Entlang der Gartengrenzen am Venusbergweg und Am Botanischen Garten sollen Heckenpflanzungen wieder besser optisch abdichten; verloren gehende Gehölze werden zeitnah ersetzt. Nach hundert Jahren und unter veränderten klimatischen Bedingungen muss der Baumbestand in einigen Gartenbereichen grundlegend saniert werden – das ist beklagenswert, aber nicht zu ändern.

Führung mit Prof. Weigend
Der Direktor der Botanischen Gärten, Prof. Dr. Maximilian Weigend, bietet am Donnerstag, dem 10. März um 16:30 Uhr eine öffentliche Führung zu diesem Thema an. Treffpunkt ist am Haupteingang der Botanischen Gärten, Meckenheimer Allee 171.

Zugeordnete Kategorie(n):
03.03.2016

Chrysosplenium hilft leider nicht bei Milzbeschwerden

Chrysosplenium hilft leider nicht bei Milzbeschwerden

Das Wechselblättrige Milzkraut ist in den Botanischen Gärten der Uni Bonn die Pflanze des Monats März 2016.

An feuchten, sumpfigen Stellen wie an Bachufern findet sich die Pflanze des Monats. Bei flachem, ruhigem Wasser kann sie ganze Flächen mit einer Wuchshöhe bis zu 20 Zentimeter überziehen. Die einzelne Pflanze ist klein und recht zart. Ihre Blätter stehen in einer Rosette und als Hochblätter im Bereich der Blüten, die ebenfalls sehr klein sind. Eine Schauwirkung wird durch die gelbgefärbten Hochblätter erreicht. Die Einzelblüten sind scheibenförmig ausgebildet und bilden eine kleine Schale. In ihr werden die reifen Samen „gesammelt“. Trifft ein Regentropfen auf diese Schale, dann werden die Samen weggeschleudert, weshalb diese Art zu den „Regenballisten“ gehört. Der deutsche Name „Milzkraut“ bezieht sich auf die Blätter, die an eine Milz erinnern. Daher wurden die Arten der Gattung Chrysosplenium im Mittelalter gegen Milzbeschwerden eingesetzt. Es gibt etwa 57 bis 65 Milzkraut-Arten.
Das Wechselblättrige Milzkraut gehört zu den Steinbrechgewächsen (Saxifragaceae), ist in Europa, Asien und Amerika weit verbreitet und in den Botanischen Gärten der Universität Bonn im Bruchwald zu finden.

Öffnungszeiten:
Noch bis zum 24. März 2016 sind die Botanischen Gärten der Uni Bonn entsprechend dwer Winteröffnungszeiten montags bis freitags von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet

Kontakt:
Botanische Gärten der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171, D-53115 Bonn
T. 0228/73 55 23, Fax: 0228/73 90 58
e-mail: botgart@uni-bonn.de
www.botgart.uni-bonn.de

Zugeordnete Kategorie(n):
11.12.2015

Kalender 2016: Kostbare Spätantike

Kalender 2016: Kostbare Spätantike

Der Kalender 2016 der Abteilung Christliche Archäologie ist erschienen: "Kostbare Spätantike. Vom Rheinland in den Orient"

Die Abteilung Christliche Archäologie hat ihren Jahreskalender mit 24 Motiven herausgegeben, alle Texte verfasst von Studierenden, alle Bilder von Studierenden beschafft und ausgewählt. Man kann den Kalender an diesen Stellen in der Universität kaufen:
Dienstag: 09:30-13:00 Uhr im Geschäftszimmer der Christlichen Archäologie, Raum 0.049 (Universitäts-Hauptgebäude), Regina-Pacis-Weg 1, 53113 Bonn
Montag, Mittwoch und Donnerstag: 10:00-12:00 Uhr und 13:00-15:00 Uhr im Franz Joseph Dölger-Institut zur Erforschung der Spätantike, Oxfordstr. 15, 53111 Bonn
Donnerstag: Vor Vorlesungsbeginn von Prof. Dr. Sabine Schrenk (10:00 Uhr) im Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums, Am Hofgarten 21, 53113 Bonn.

Preview Image

Zugeordnete Kategorie(n):
08.12.2015

Schwingungen - Schwebungen: Klanginstallation vor der Universitätsbibliothek Bonn

Schwingungen - Schwebungen: Klanginstallation vor der Universitätsbibliothek Bonn

Ab dem 12. Dezember kann die Klanginstallation des Bonner Stadtklangkünstlers 2015 - Edwin van der Heide - besucht werden.

Der Bonner Stadtklangkünstler 2015 Edwin van der Heide hat für den Vorplatz der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn eine Klanginstallation entwickelt, die das Gebäude auf besondere Art und Weise mit der urbanen Umgebung verbindet. Denn Schwingungen – Schwebungen fügt dem visuellen Wechselspiel zwischen Bibliotheksgebäude und der davor liegenden Rasenfläche eine klangliche Komponente hinzu.

Ungewöhnlich ist dabei die Klangerzeugung: Der Künstler benutzt hier Druckluft und pneumatische Ventile als Impulsgeber für speziell entwickelte Hornlautsprecher. Diese wandeln die Pressluftschwingungen aus den Ventilen in weich klingende Töne um. Edwin van der Heides Raumkomposition, die mit verschiedenen Formen der Kombination und Überlagerung der unterschiedlichen Klänge arbeitet, lässt räumlich bewegte Schwebungen entstehen, die sich von ihren eigentlichen Schallquellen zu lösen scheinen. Auf dem Feld entsteht ein eindrucksvolles, zeitlich und räumlich dynamisches Klangerlebnis.

Die Installation ist Teil des Projekts bonn hoeren der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn. In Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn und dem Kulturforum der Universität Bonn. Mit freundlicher Unterstützung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW und der Stadt Bonn.

Am Samstag, 12.12.2015 um 16:00 Uhr wird die Klanginstallation offiziell eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnung vor der Universitäts- und Landesbibliothek eingeladen.a

Die Klanginstallation Schwingungen - Schwebungen läuft vom 12. Dez. 2015 bis 30. Okt. 2016 täglich von 12 – 20 Uhr.
Ort: Vor der Universitäts- und Landesbibliothek ULB, Adenauerallee 39-41, 53113 Bonn

Weitere Informationen zur Klanginstallation

Zugeordnete Kategorie(n):
30.10.2015

Ganz schön würzig, aber doch kein Pfeffer

Ganz schön würzig, aber doch kein Pfeffer

Der Szechuanpfeffer ist Pflanze des Monats November in den Botanischen Gärten der Universität Bonn. Nur ist er gar kein Pfeffer, sondern mit Zitrusfrüchten verwandt.

Der deutsche Name dieses Baumes leitet sich von der chinesischen Provinz Sichuan ab, wo die Pflanze beheimatet ist. Genau wie für die Provinz, sind auch verschiedene Schreibweisen für die Pflanze in Umlauf.
Der Szechuanpfeffer (Zanthoxylum bungeanum) gehört zur Familie der Rutaceae, den Rautengewächsen, und ist daher mit den Zitrusfrüchten verwandt. Er hat nichts mit schwarzen, weißen oder grünen Pfefferkörnern von Piper nigrum zu tun, aber die Früchte ähneln ihnen so sehr, dass der deutsche Name daher entstande und nachvollziehbasr ist. Der lateinische Name Zanthoxylum bedeutet Gelbholz, was für viele der Arten zutrifft. Diese Gattung ist im weiteren asiatischen Raum beheimatet und umfasst über 200 Arten. Mehrere davon werden als Nutzpflanze angebaut, darunter der Szechuanpfeffer.
Beim Szechuanpfeffer handelt sich um einen kleinen, bis sieben Meter hoch werdenden Baum, der sein Laub im Winter verliert. Der Stamm und die Äste sind auffallend bewehrt. Die Pflanze ist getrennt-geschlechtlich und besitzt daher männliche und weibliche Blüten, die relativ unscheinbar sind. Sie stehen zahlreich in Blütenständen. Die Früchte sind klein, leuchtend rot gefärbt und werden als Gewürz benutzt. Ein Exemplar steht in der Systematischen Abteilung (System 3).

Winteröffnungszeiten ab 1. November
Der Baum kann besichtigt werden während der Winteröffnungszeiten, die ab dem 1. November in Kraft sind und bis einschließlich 31. März gelten, nämlich montags bis freitags von zehn bis 16 Uhr.

Botanische Gärten der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171, 53115 Bonn
T. 0228/73 55 23
e-mail: botgart@uni-bonn.de
www.botgart.uni-bonn.de

Zugeordnete Kategorie(n):
26.10.2015

Be Deuten. Ausstellung im Ägyptischen Museum

Be Deuten. Ausstellung im Ägyptischen Museum

Ab dem 27. Oktober kann im im Ägyptischen Museum die Ausstellung "Be. Deuten" besucht werden, die Werke des Künstlers Olaf Wegewitz zeigt.

Die Initialidee zur Ausstellung Be Deuten, so erklärt es der Kurator des Ägyptischen Mseums der Universität Bonn, Dr. Andreas Dorn, war geboren als Werbefenster unter dem Titel „Ägyptische Magie neben Kunst und Schrift“. Nun eröffnet das Museum mit dem Künstler Olaf Wegewitz die Ausstellung der Arbeit "Be Deuten". Dazu lädt das Ägyptische Museum sehr herzlich ein.
Die Verrnissage beginnt um 17.30 Uhr.

Minierfliegen fressen sich in Kirschbaumblätter ein.

Ein alltägliches Naturereignis, aber es kann zum Wunder werden, zum Beispiel wenn Olaf Wegewitz, wie 2008 geschehen, für den Ort der zerstörten Halberstädter Synagoge das Kunstprojekt Denk Ort schafft. Dabei entdeckte er Kirschbaumblätter mit Fraßspuren der Minierfliegen, die ihn mit der lokalen Aura an hebräische Schriftzeichen gemahnten. So entstand in Korrespondenz zu "Denk Ort" die Arbeit "Be Deuten".
Tatsächlich lassen die Spuren auf den Blättern an eine göttliche Schrift denken. Im wachen und kreativen Blick eröffnet Olaf Wegewitz Denkräume, die wir uns anverwandeln können, und im Horizont der zerstörten Halberstädter Synagoge erwächst eine magische Aura von Erinnern samt der Hoffnung auf eine Unauslöschklichkeit des Seins (E. Levinas).

Kontakt:
Dr. Andreas Dorn, Kurator
Ägyptisches Museum
Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn
Telefon: 0228-739710/17
E-mail: aegyptisches-museum(at)uni-bonn.de
Internet: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 13-17 Uhr
Samstag und Sonntag 13-18 Uhr

Zugeordnete Kategorie(n):
21.10.2015

Bonner Jagdschale in New York

Bonner Jagdschale in New York

Die Jagdschale, ein seltenes Objekt aus dem Ägyptischen Museum der Universität Bonn, wird im New Yorker Museum of Modern Art noch bis zum 24. Januar 2016 gezeigt.

Die Bonner Jagdschale des Ägyptischen Museums der Universität Bonn ist derzeit zu Gast in New York. Das Metropolitan Museum of Art zeigt die Jagdschale in einer Sonderausstellung zur Kunst des Mittleren Reiches noch bis zum 24. Januar 2016 unter dem Titel: "Between the Old and New: Middle Kingdom Egypt". Die weiß grundierte Keramik mit einem Durchmesser von 16,7 Zentimetern zählt zum Anfang dieser Epoche. Es zeigt eine Jagdszene mit einem deutlich als Nubier erkennbaren Bogenschützen, der mit ausgestrecktem Arm einen Bogen und einen Bündel Pfeile hält; er wird von Jagdhunden begleitet. Wie der Kurator des Ägyptischen Museums der Universität Bonn, Dr. Andreas Franz Dorn erklärt, ist "die Jagdschale in mehrfacher Hinsicht bedeutend".
Jagdschale2Bemalte Keramik ist in Ägypten in nennenswerter Zahl nur für wenige Epochen bezeugt, erstmals in der ersten Hälfte des vierten Jahrtausends (4000–3500 v. Chr.), dann erst wieder im Neuen Reich (1550–1050 v. Chr.). Die Bonner Jagdschale gehört außerdem zu den wenigen bemalten Keramikgefässen aus der Zeit dazwischen (um 2100 v. Chr); sicher gab es nicht mehr als zehn davon.

Sechs dieser Gefässe sind ganz erhalten und stammen aus der Nekropole der Qubbet el-Hawa, das heutige Assuan, an der Grenze des pharaonischen Ägyptensd zu Nubien, aus einer von Elmar Edel geleiteten archäologischen Arbeiten der Universität Bonn an den Felsgräbern der Quebbet-el-Hawa, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dort wurde das Objekt im Sand vor  dem Grab 206 gefunden. Ein zweites Stück zeigt eine paralele Szene, diemal nicht mit einem nubischen Jäger, sondern mit einem ägyptischen. Von den erhaltenen sechs Gefässen befinden sich vier im Nubischen Museum in Assuan - und zwei in Bonn. Die Bonner Objekte sind also die einzigen ausserhalb Ägyptens.

Kontakt:
Dr. Andreas Dorn, Kurator
Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn
Tel. 0228 - 73-9710, 9717, -7587
Email: aegyptisches-museum(at)uni-bonn.de
Homepage: www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de

Zugeordnete Kategorie(n):
20.10.2015

Vom Erbsenzähler zum Welternährer

Vom Erbsenzähler zum Welternährer

150 Jahre Mendelsche Regeln. Vor dem Mendel-Jahr 2016 hat die Gregor Mendel Stiftung eine zehnjährige Patenschaft für die Erbse „Kleine Rheinländerin“ in den Botanischen Gärten der Universität Bonn übernommen.

„Die Gregor Mendel Stiftung möchte den Erfindergeist Mendels bewahren, vor allem aber die Leistung ihm nachfolgender Forscher und intelligenter Pflanzenzüchtung greifbar machen. Pflanzen sind unser aller Lebensgrundlage – das wollen wir in der öffentlichen Wahrnehmung verankern.“ begründet Dr. h. c. Peter Harry Carstensen, Vorsitzender des Kuratoriums der Gregor Mendel Stiftung, das Engagement.

Treueversprechen

Die Patenurkunde wurde vom Direktor der Botanischen Gärten der Universität Bonn, Prof. Dr. Maximilian Weigend, übergeben: „Wir freuen uns über diese zehnjährige Patenschaft sehr. Sie ist ein langes Treueversprechen für die Botanischen Gärten der Universität Bonn und deshalb werden wir für einen optimalen Zustand der Patenpflanze sorgen und ein angemessenes Patenschild erstellen. Gerade die Erbsensorte „Kleine Rheinländerin“ zählt zu den Pflanzen, die als Untersuchungspflanze von Gregor Mendel jeder kennt. Sie wird in den Botanischen Gärten der Universität Bonn im Projekt „Erhalt regionaler Nutzpflanzen“ besonders gefördert werden.“
Auch Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung an der Universität Bonn und Vizepräsident der Welthungerhilfe, betonte den wichtigen Beitrag der Pflanzenzüchtung zur nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung. „Um die Versorgung mit ausreichend und hochwertigen Nahrungsmitteln der wachsenden Weltbevölkerung zu verbessern, brauchen wir Pflanzenzüchtung und vor allem noch viel mehr Pioniergeist à la Mendel.“

Berühmter Erbsenzähler

Noch heute gilt der Augustinermönch Gregor Mendel als wohl berühmtester Erbsenzähler der Welt. Mit mehr als 10.000 Kreuzungsversuchen reinerbiger Erbsen im Klostergarten belegte er seine 1866 veröffentlichten Gesetzmäßigkeiten der Vererbung. Die Mendelschen Regeln werden noch heute im Biologieunterricht gelehrt und bilden nach wie vor das Herzstück züchterischer Arbeit.
 
Die 2002 gegründete Gregor Mendel Stiftung schärft den Blick für die gesellschaftliche Bedeutung und die Innovationskraft der Pflanzenzüchtung. Gründungsstifter sind Persönlichkeiten und Familien, die sich der Pflanzenzüchtung über Generationen verpflichtet fühlen. Mit dem Innovationspreis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die maßgeblich zur Förderung der Wissenschaft und zur Erhaltung der Vielfalt in der Züchtung beigetragen haben. Zuletzt hat die Stiftung den Wissenschaftler Dr. Mahmoud El Solh für die Sicherung pflanzengenetischer Ressourcen im syrischen Bürgerkrieg ausgezeichnet und damit auf die Bedeutung von Saatgutvielfalt für die Welternährung hingewiesen.

Kontakt:
Gregor-Mendel-Stiftung
Kerstin Mönch, Stiftungsbeauftragte
Telefon: 0228 - 9 85 81 – 23, Telefax: - 69
Kaufmannstr. 71, 53115 Bonn
E-Mail: info@gregor-mendel-stiftung.de
www.gregor-mendel-stiftung.de

Zugeordnete Kategorie(n):
19.10.2015

Blickkontakte

Blickkontakte

... im Ägyptischen Museum. Neue studentisch konzipierte Sonderausstellung zum "Auge im Alten Ägypten" ab Mittwoch, 21. Oktober, 18.30 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 3. April 2016

Das Auge gilt als eines der zentralen menschlichen Sinnesorgane. Es ist dabei nicht allein Rezipient von Sinneswahrnehmungen, sondern kann auch Emotionen ausdrücken und mit der Umwelt zu interagieren.
Auch im Alten Ägypten besaß das Auge eine wichtige Stellung in der Kunst, in der Mythologie und im Alltag der Menschen. Eindrucksvolle Einlagen vermitteln in Statuen und Statuetten den Eindruck eines lebensechten, blickenden Auges. Das mythologisch konnotierte Horusauge ist als Schutzamulett bis in unsere heutige Zeit sehr bekannt und weit verbreitet. Und der Schminkstrich der Alten Ägypter genügt, um im Karneval selbst zum Pharao zu werden. Gemeinsam mit Studentinnen und Studenten aller Semesterstufen der Ägyptologie Bonn sowie Svenja Dirksen, M.A. (Köln) konzipierte Sabrina Weil die Sonderausstellung »Blickkontakt – Das Gesicht im Alten Ägypten«.

Deshalb laden die Abteilung Ägyptologie, der „Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn e.V.“ und das Ägyptische Museum gemeinsam ein sowohl zur
Eröffnung der Ausstellung "Blickkontakte" am Mittwoch, 21. Oktober  2015, 18:30 Uhr, im Ägyptischen Museum,
als auch zum Vortrag von Sabrina Weil (Bonn): Sie spricht zum Thema "Schau mir in die Augen! Erläuterungen zur Ausstellungseröffnung Blickkontakt".

Nach ihrem abgeschlossenen Studium der Film- und Fernsehwirtschaft  studierte Sabrina Weil an der Universität Bonn Ägyptologie, Klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte. Im September 2014 schloss sie ihr Masterstudium der Ägyptologie mit dem Thema »Schau mir in die Augen. Eine Untersuchung von Einlegeaugen im Alten Ägypten« ab.
Die Ausstellung läuft bis zum 3. April 2016.

Zugeordnete Kategorie(n):
03.08.2015

Teufelsabbiss im August

Teufelsabbiss im August

Ein Geißblattgewächs ist die Pflanze des Monats in den Botanischen Gärten der Universität Bonn: Succisa Pratensis, zu deutsch: der Gewöhnliche Teufelsabbiss.

Der Teufelsabbiss zählt nach neuester Systematik zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae), in die auch der Baldrian oder die Schneebeeren gehören. Zu seinem spektakulären deutschen Namen kam die Pflanze, da ihr Rhizom so aussieht, als wäre es von unten abgebissen worden, und zwar vom Teufel höchstselbst.
Diese Geschichte rührt daher, dass es langsam von unten her abstirbt und nach oben weiter wächst. Der wissenschaftliche Gattungsname „succisa“ kommt vom lateinischen succisio („Abschneiden“). In seinem Rhizom speichert der Teufelsabbiss als Hemikryptophyt Nährstoffe über die ungünstige Jahreszeit im Winter. Er ist zudem gynodiözisch, was bedeutet, dass es Individuen mit ausschließlich weiblichen, aber auch solche mit zwittrigen Blüten gibt.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September. Dabei stehen 50 bis 80 Blüten zusammen in einem köpfchenartigen Blütenstand, der von grünen Tragblättern umgeben ist. Die einzelnen Blüten sind violett. Die Staubblätter ragen deutlich über die Blütenkrone empor, werden jedoch ihrerseits noch von den Griffeln überragt. Der Kelch ist stark reduziert.
In Deutschland findet man die Pflanze vor allem in montanen Regionen, wie dem Schwarzwald oder den Alpen, auf sumpfigen Magerwiesen. In einigen Bundesländern ist er auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Pflanze dient vielen Schmetterlingen als Nektarlieferant und deren Raupen als Futterpflanze und übernimmt somit auch eine wichtige Rolle im Ökosystem.
In den Botanischen Gärten am Poppelsdorfer Schloss ist der Teufelsabbiss im Freiland in der Systematischen Abteilung bei den Caprifoliaceae (inkl. ehemalige Dipsacaceae) zu finden. Der Gewöhnliche Teufelsabbiss war schon von der Stiftung Naturschutz zur Blume des Jahres 2015 gekürt worden.

Adresse:
Botanische Gärten der Universität Bonn,
Meckenheimer Allee 171, 53115 Bonn,
Tel. 0228 / 73 - 5523, E-Mail: botgart@uni-bonn.de,
www.botgart.uni-bonn.de, dort auch Hinweise zu den Öffnungszeiten, die im Sommer und Winter verschieden sein können.

Sommeröffnungszeiten:
Vom 1. April bis zum 31. Oktober gelten für die Gärten folgende Öffnungszeiten:
Täglich (außer samstags) von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen beträgt der Eintritt 3 Euro, ermäßigt 1 Euro. Samstags sind die Botanischen Gärten immer geschlossen. Der Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg hat die gleichen Öffnungszeiten; dort befinden sich keine Schaugewächshäuser.

Zugeordnete Kategorie(n):
15.06.2015

Die Schwanenblume

Die Schwanenblume

Die Schwanenblume ist in den Botanischen Gärten der Universität Bonn die Pflanze des Monats Juni 2015.

Die Schwanenblume, lateinisch: Butomus umbellata, gehört in eine eigene Pflanzenfamilie (die Butomaceae), die nur diese eine Art umfasst. Sie ist in der nördlichen Hemisphär, also in Nordamerika, in Europa und im nördlichen Asien weit verbreitet. Die Schwanenblume wächst an Ufern langsam fließender, eutropher Gewässer und ist bei uns sehr selten geworden. Der deutsche Name geht auf die schwanenhalsartige Verlängerung des Fruchtknotens zurück.

Die Schwanenblume ist eine krautige Pflanze mit einem kräftigen Rhizom. Die Blätter stehen in einer Rosette zusammen. Aus dieser erhebt sich ein kräftiger Blütenstand, der bis zu 30 Blüten tragen kann. Die Pflanze kann bis zu 150 Zentimeter groß werden. Ihre Früchte sind Sammelbalgfrüchte. Die einzelnen Balgfrüchte öffnen sich bei trockenem Wetter. Der Wind schaukelt den Fruchtstand mit seinem elastischen Schaft hin und her und dabei werden die einzelnen Samen ausgestreut. In einigen Teilen des asiatischen Verbreitungsgebietes wird das stärkehaltige Rhizom gesammelt und gegessen. Dies wurde früher in Notzeiten auch bei uns gemacht.
Die Schwanenblume steht im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss im System 1.

Die Botanischen Gärten sind während der Sommeröffnungszeiten vom 1. April bis zum 31. Oktober täglich außer samstags geöffnet von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Zugeordnete Kategorie(n):
11.05.2015

CIVIS Medienpreis für Mitarbeiter des Käte Hamburger Kollegs

CIVIS Medienpreis für Mitarbeiter des Käte Hamburger Kollegs

Benjamin Stöß, seit einigen Monaten am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ tätig, erhielt am 07. Mai 2015 den CIVIS-Medienpreis in der Kategorie "CIVIS Online Medienpreis", gemeinsam mit seinem Kollegen Dietmar Telser für die 360°-Webdokumentation „Der Zaun“: www.der-zaun.net.

Für den CIVIS-Medienpreis werden Programmleistungen im Radio-, TV-, Film-Bereich und Internet gesucht, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft fördern. Es geht dem CIVIS-Medeinpreis nach eigenen Angabnen um Anerkennung und Teilhabe an gesellschaftlichen Möglichkeiten; es geht um Zugehörigkeit, Identität, Gleichwertigkeit und Respekt. Der CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa wird in zehn Kategorien für Film-, Fernseh- und Radioangebote sowie Onlinemedien an Produktionen vergeben.
Benjamin Stöß, der seit Februar am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ tätig ist, erhielt die begehrte Auszeichnung gemeinsam mit seinem Kollegen Dietmar Telser für die 360°-Webdokumentation „Der Zaun“ (www.der-zaun.net).

Das Multimediaprojekt zeichnet ein eindrucksvolles Bild von den Außengrenzen Europas und begleitet Flüchtlinge entlang der Mauern und Gräben der europäischen „Festung“: von Bulgarien über Griechenland, die Türkei, Italien und Tunesien bis Marokko.
Die Jury würdigte das ebenso aktuelle wie gründlich recherchierte Projekt als „formal wie inhaltlich herausragend“: „Audios, Videos, Fotos, Grafiken und Texte werden zu einer neuen Form der Webdokumentation kunstvoll verbunden.“
„Wir sind sehr stolz, insbesondere da es sich beim CIVIS Online Medienpreis um eine europäische Auszeichnung handelt und dies wiederum die Thematik unseres Beitrags in die öffentliche Aufmerksamkeit rückt“, so der Preisträger.

Benjamin Stöß
studierte Fotografie und Grafik an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Nach Hospitanzen bei Associated Press in Istanbul und der dpa in Frankfurt am Main ist er seit 2008 als freiberuflicher Fotograf, Grafiker und Dozent, seit 2013 als freiberuflicher Bildjournalist tätig. Er war Finalist beim OSCE photo contest 2010, auf der Shortlist des Kolga Tbilisi Photo Award 2013 und wurde 2014 mit dem Förderpreis für junge Journalisten des VZV Rheinland-Pfalz Saarland ausgezeichnet. Seit Februar 2015 ist Benjamin Stöß an dem von Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Werner Gephart gegründeten und vom BMBF geförderten Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ in Bonn tätig.

Der CIVIS Medienpreis zeichnet nach eigenen Angaben jährlich Programmleistungen im Radio, Film und Fernsehen wie auch im Internet aus, die sich in herausragender Weise mit Themen der Migration, Integration und kulturellen Vielfalt beschäftigen und das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer und kultureller Herkunft fördern. Neben Flucht und Asyl stehen die aktuellen Entwicklungen einer integrierten, kulturell vielfältigen Gesellschaft im Vordergrund - ohne Konflikte zu leugnen. Es geht um Gleichwertigkeit, Anerkennung und Teilhabe an gesellschaftlichen Möglichkeiten, unabhängig von der nationalen, ethnischen oder religiösen Herkunft.

Weitere Infos unter:

www.der-zaun.net.
www.civismedia.eu/preistraeger/media-monitoring
www.civismedia.eu/medienpreis/preiskategorien

Zugeordnete Kategorie(n):
27.04.2015

„Abstraktion“ ganz konkret

„Abstraktion“ ganz konkret

Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ diskutiert im KUnstmuseum Bonn mit Peter Eisenman, Maurizio Ferraris, Gianmaria Ajani, Petar Bojanić und Peter Goodrich

Das Prinzip der Abstraktion wird gemeinhin als eine der großen Errungenschaften des Okzidents angesehen. Es findet sich in der Rationalisierung des Rechts ebenso wie in der Philosophie und in den Ausdrucksformen der Kunst und dabei nicht nur in der Malerei, sondern ebenso in Literatur, Poesie und der Musik. Doch inwieweit kann hierbei tatsächlich von einer genuin westlichen Erfindung ausgegangen werden, die in ihrer sozialen Dimension als Versachlichung oder Entfremdung die Schattenseiten der Moderne beleuchtet?

Eine Tagung des BMBF-geförderten Käte-Hamburger-Kollegs "Recht als Kultur" will unter dem Titel „ABSTRAKTION im Recht und in den Künsten“ die Frage nach einem okzidentalen Grundverständnis neu formulieren, welches sowohl die rechtliche als auch die ästhetische und gesellschaftliche Sphäre berührt.
Von der Frage ausgehend, ob Abstraktion zum Mythenbestand der okzidentalen Welt gehört (Werner Gephart), wird Maurizio Ferraris, der Erfinder des Neuen Realismus, und von Petar Bojanić sekundiert, im Lichte der Hegel’schen Philosophie den ontologischen Status von „Abstraktion“ diskutieren. Der auf Fragen des Kunstrechts u.a. spezialisierte Rechtswissenschaftler Gianmaria Ajani aus Turin wird die rechtshistorische Perspektive zur Abstraktion stark machen, während Peter Goodrich, der brillante Rechtsanalytiker der berühmten Cardozo Law School in New York, das Verhältnis von abstraktem Recht und sinnlicher Anschauung in juridischen Bildwelten vorstellen wird.
Der weltberühmte Architekt Peter Eisenman, der mit gleichem Recht als Philosoph gelten darf und mit dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin eine „neue“ und gleichsam hochabstrakte „Idee der Erinnerung“ entwickelt hat, wird mit einem Abendvortrag schließen, der die dunkelste Schattenseite der Moderne beleuchten wird.

Am Mittwoch, dem 6. Mai 2015, wird die Tagung des Käte Hamburger Kollegs „Recht als Kultur“ ab 14 Uhr im Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, ausgerichtet.

Weitere Informationen
unter http://www.recht-als-kultur.de/de/aktivitaeten/tagungen-und-workshops.2/abstraktion-im-recht-und-in-den-kuensten.137/

Anmeldung unter 0228 / 73 540 50 oder per E-Mail an kspranz@uni-bonn.de.

Kontakt für Medienvertreter:
Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Werner Gephart
Direktor des Käte Hamburger Kollegs „Recht als Kultur“
Internationales Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung
Center for Advanced Study in the Humanities "Law as Culture"
Konrad-Zuse-Platz 1-3, 53227 Bonn
Telefon: 0228 / 73 540 50
Telefax: 0228 / 73 540 54
E-Mail: redaktion@recht-als-kultur.de

Zugeordnete Kategorie(n):
14.04.2015

Kulturmagnet im Sinai

Kulturmagnet im Sinai

Das Hochplateau von Serabit el-Chadim. Ausstellung im Ägyptischen Museum

Die Ausstellung „Auf dem Weg nach Serabit el Chadim – der Rastplatz von Rod el Air als Kulturmagnet“ ist im Korridor vor dem Ägyptischen Museum der Universität Bonn ab 15. April 2015 geöffnet. Die Ausstellung verdeutlicht neue Ergebnisse der jüngsten Dokumentationskampagne vom November 2014 in Serabit el Chadim, dem Tempel für Hathor und in Rod el Air, dem Rastplatz auf dem Weg zu dem auf einem Hochplateau gelegenen Hathortempel.

Bekannte Inschriften wurden neu dokumentiert. Bestehende Lesarten infolge früherer Arbeiten konnten durch die Kampagne korrigiert, neue Zeichen und Inschriften entdeckt und innere Chronologien von sich überlappenden Inschriften etabliert werden. Früheste Schriftzeugnisse aus der Zeit der Entstehung der Alphabetsschrift werden in der Ausstellung gezeigt und erläutert.

Der Sinai bedeutete für die Ägypter kulturelle Fremde fern des Niltals. Im Mittleren Reich, also im ersten Viertel des 2. Jahrtausends v. Chr. wurde auf dem  Hochplateau von Serabit im südwestlichen Sinai.eine besondere Expeditionsreligion geschaffen, die auf die Göttin „Hathor, Herrin des Türkises“ zugespitzt war. Entsprechend vielfach ist diese Göttin im Tempelbezirk, an den Kupfer- und Türkis-Minen und in den Kultnischen genannt und dargestellt.

In der Ausstellung werden originale Zeichnungen und deren digitale Umsetzungen gezeigt, dazu auch die Fotos der Felswände mit Inschriften und Darstellungen. Andere Artefakte wie Steine, Steinwerkzeuge, Abbildungen von Hathor, Bronzen aus jüngerer Zeit werden in einer ergänzenden Vitrine gezeigt. Der Hauptfokus liegt auf dem Mittleren Reich, ca. 2000–1750 v. Chr. Es werden weiter auch Felsreliefs aus der Zeit um 3000 v. Chr. sowie aus der Zeit um ca. 2350 v. Chr. erwähnt.

Begleitet wird die Ausstellung von vier Kurzvorträgen über das Grabungs- und Dokumentationsprojekt der Bonner Ägyptologie im Sinai durch Prof. Dr. Ludwig Morenz, Dr. Amr el Hawary, Tobias Gutmann M. A. und David Sabel B. A. Sie waren ebenso wie Dr. Mohamed Sherif Ali Teilnehmer der Dokumentationskampagne. Konzeption und Leitung der Kampagne hatte Prof. Dr. Ludwig Morenz.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Dorn,
Kustos des Ägyptischen Museum der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn
Telefon: 0228-739710/17, Telefax: 0228-737360
E-mail: aegyptisches-museum(at)uni-bonn.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13-17 Uhr, Samstag und Sonntag 13-18 Uhr

Zugeordnete Kategorie(n):
Artikelaktionen
Benutzerspezifische Werkzeuge