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Lernen und Lehren

Blog der Universität Bonn

25.07.2016

Bonn beteiligt an Programm für Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte

Bonn beteiligt an Programm für Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte

Jeder dritte Schüler in Nordrhein-Westfalen hat einen Migrationshintergrund. Der Anteil von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte liegt dagegen im einstelligen Prozentbereich. Ein Grund für dieses Missverhältnis: Studierende mit Zuwanderungsgeschichte brechen häufiger ihr Studium ab. Das Mentoring-Programm „Ment4You” setzt hier an. An der Universität Bonn ist das Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL) an dem Programm beteiligt.

Im Rahmen von Ment4You werden an den Hochschulen Mentoren ausgebildet und ein Unterstützungssystem eingerichtet . Ziel des Programms ist es, die Abbruchquote von Lehramtsstudierenden mit Zuwanderungsgeschichte zu senken und deren individuelle Fähigkeiten zu stärken. Initiiert wurde das landesweite „Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte” mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums.

Unter den ersten vier Unis in NRW, die sich an dem Projekt beteiligen, ist neben Bielefeld, Köln und Paderborn auch die Universität Bonn. Zwei Mentorinnen haben hier die Ausbildung des Netzwerks durchlaufen. Sie bereiten derzeit am Bonner Zentrum für Lehrerbildung ein Angebot für Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte vor. Neben individueller Beratung und Workshops bieten die Mentorinnen zudem Unterstützung beim Aufbau eines lokalen Studierendennetzwerks, das nicht nur Studierenden mit Migrationshintergrund, sondern auch weiteren an Fragen der Diversität und ihren Auswirkungen auf die Schule der Zukunft interessierten Lehramtsstudierenden offensteht.

Mit dem Beginn des Wintersemesters 2016/17 wird Ment4you in Bonn in Aktion treten. Alle Lehramtsstudierenden – und insbesondere die Studienanfänger – werden dann über die Angebote informiert und zu den Veranstaltungen eingeladen.

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06.07.2016

Lehrerin werden? Ja sicher!

Lehrerin werden? Ja sicher!

Johanna Frassek ist eine der ersten, die beim Universitätsfest die Urkunde für den „Master of Education“ erhielten. Mit ihrem Studium und der Entscheidung, Lehrerin zu werden, ist sie zufrieden. Warum, erzählt sie hier – und warum sie sich vielleicht eine andere Farbe vom „Bömmel“ ihres Baretts und der Schärpe gewünscht hätte.

Wie waren das Lehramtsstudium und die Praxisphasen mit dem direkten Kontakt zu den Schülern?

Das Studium war sehr interessant, aber auch sehr anstrengend. Gefühlt fange ich erst jetzt an, wieder so etwas wie Freizeit zu haben. Vermutlich liegt das an meiner eigenen Einstellung: Ich bin eine „kleine Streberin“. Spürbar war aber auch, dass wir als erster Durchgang „Versuchskaninchen“ waren: Insbesondere die Kombination von Praxisphasen und Studium war nicht immer einfach – vor allem wenn es darum ging, parallel auch noch Geld zu verdienen.

Abgesehen davon war besonders das Praxissemester eine sehr bereichernde Erfahrung. Der direkte Kontakt zu den Schülern hat mich darin bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Auch hat es dazu beigetragen, die theoretischen Inhalte des Studiums besser zu verstehen.

 

Worum dreht sich Ihre Masterarbeit?

Um Fachdidaktik Englisch, der Titel lautet „Teaching EFL Lexically at a German School“. Es geht darum, wie man den „Lexikalen Ansatz“  in einer deutschen Schule umsetzen kann. Hierzu habe ich versucht, die komplette Spannbreite  von sprachwissenschaftlich theoretischem Hintergrund über fachdidaktische Ansätze bis zu tatsächlicher Praxis abzudecken. Dafür konnte ich eine Studie an der Schule durchführen, an der ich mein Praxissemester geleistet hatte.

 

Wie war das Unifest für Sie?

Zuerst war ich unsicher: Ich durfte mich zwar schon zum Fest anmelden, werde aber wie andere Lehrämtler wohl erst zum tatsächlichen Ende des Semesters alle Prüfungsleistungen abgeschlossen haben. Zwar wäre noch besser gewesen, erst richtig – dann auch mit Ball – zu feiern, wenn alles fertig ist. Mir fehlen noch eine Hausarbeit und ein Auslandsaufenthalt. Da aber meine Masterarbeit schon geschrieben war, habe ich mich dafür entschieden und bin jetzt sehr dankbar. Nach den fünf intensiven Jahren mit den Kommilitonen und der Familie feiern zu können, war für uns alle sehr schön! Und die Veranstaltung war viel kurzweiliger als gedacht.

 Nur eins finde ich wie viele meiner Kommilitonen schade – und das habe ich bei der Urkundenübergabe auch dem Dekan nochmal gesagt: Wir wären gern als Lehramtsabsolventen sichtbarer gewesen, vielleicht mit einer eigenen Farbe? Laut Festbroschüre  studiere ich Englisch, in Wirklichkeit habe ich drei Fächer im Studium abgedeckt: Englisch, Spanisch und Bildungswissenschaften. Außerdem unterscheidet sich der „Master of Education“, bei dem uns das Bonner Zentrum für Lehrerbildung betreut, erheblich von einem Fach-Master der Fakultäten.

 

Haben Sie beim Hütewerfen Ihr Barett wieder gefangen?

Da ich es bei den ersten Malen nicht geschafft habe, habe ich letzten Endes nur damit gewunken – ich bin leider keine Wurfkünstlerin.

Für den Blog fragte Ulrike Eva Klopp.

 

Wir verfolgen weiter, wie es Johanna Frassek auf dem Weg ins „richtige“ Lehrerdasein ergeht.

 

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27.06.2016

Brexit: Freundschaftliche Verbindungen sind nicht gefährdet

Brexit: Freundschaftliche Verbindungen sind nicht gefährdet

Die Briten haben beschlossen, die Europäische Union zu verlassen. Die potentiellen Folgen des „Brexit“ beschäftigen auch die Wissenschaft. Dazu erklärt der Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Prof. Dr. Michael Hoch:

„Unabhängig davon, wie jetzt die Austrittsverhandlungen laufen, bin ich überzeugt: Die guten und engen freundschaftlichen Verbindungen der Universität Bonn zu ihren Partnern im Vereinigten Königreich sind durch den EU-Austritt der Briten nicht gefährdet. Auch im ERASMUS-Programm waren schon immer zusätzlich zu den EU-Staaten Nicht-Mitgliedsländer vertreten. Wissenschaft war schon immer grenzüberschreitend und wird es auch in Zukunft bleiben. Von daher bin ich zuversichtlich, dass unsere Universitätspartnerschaften mit Oxford und St. Andrews und die zahlreichen bilateralen Kontakte in Forschung und Lehre von dem „Brexit“ nicht tangiert sein werden.“

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06.06.2016

Hochschuldidaktik: Öffentliche Projektpräsentation

Hochschuldidaktik: Öffentliche Projektpräsentation

Seit Herbst 2014 bietet das Bonner Zentrum für Hochschullehre der Universität Bonn allen an der Universität Bonn Lehrenden eine hochschuldidaktische Grundqualifizierung an, die mit dem NRW-Zertifikat „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ des Netzwerks Hochschuldidaktik NRW abschließt. Anfang Juli schließt die erste Gruppe bestehend aus elf Lehrkräften aus fünf Fakultäten das Programm mit einer öffentlichen Projektpräsentation ab.

Das Zertifikatsprogramm ist auf bundesweite Standards abgestimmt und umfasst drei Module. Im Zentrum des als letztes stattfindenden Vertiefungsmoduls steht ein innovatives Lehr-/Lernprojekt, das die teilnehmenden Lehrenden konzipieren, durchführen und reflektieren sowie im Anschluss öffentlich präsentieren.

 

Nun steht die erste Gruppe von elf Lehrenden aus fünf Fakultäten der Universität Bonn vor dem Abschluss des Zertifikatsprogramms: Derzeit erproben sie die von ihnen entwickelten  innovativen Lehr-/Lernprojekte in ihrer Lehre und befassen sich dabei schwerpunktmäßig mit der Implementation von E-Learning-Elementen sowie der Vermittlung wissenschaftlichen Lesens und Schreibens. Dabei erfahren sie Unterstützung sowohl von Fachkollegen aus ihren Instituten und Abteilungen als auch von externen hochschuldidaktischen Beratern.

 

Die öffentliche Projektpräsentation findet am Mittwoch, 6. Juli 2016 von 16 bis 18 Uhr im Senatssaal (Hauptgebäude, 1. OG) statt. Hierzu lädt das Bonner Zentrum für Hochschullehre (BZH) alle interessierten Universitätsangehörigen herzlich ein. Um 18 Uhr wird die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Karin Holm-Müller, im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsverleihung den  Absolventen das NRW-Zertifikat „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ überreichen.

 

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16.03.2016

Schüler erleben aktuelle Stammzellforschung

Schüler erleben aktuelle Stammzellforschung

Beim Europäischen Stammzelltag „UniStem Day“ am Freitag, 11. März, erhielten rund 80 Jugendliche Einblicke in aktuelle Themen der Stammzellforschung am Life & Brain Zentrum. Die Schüler und Lehrer waren begeistert von den Vorträgen, Fragerunden, Laborbesuchen und einem Quiz.

Anliegen des UniStem Day war es, Wissen über den aktuellen Stand, die Entwicklung und das Potenzial der Stammzellforschung Schülern zu vermitteln. Die Jugendlichen haben in den Schulen bereits ein weitgehendes biologisches Verständnis erworben, die Stammzellforschung ist im schulischen Curriculum aber noch nicht ausreichend verankert. Der UniStem Day förderte mit großem Erfolg die Neugier und bot die Möglichkeit, Fragen zu vertiefen und Diskussionen zu führen - etwa zur Verwendung von embryonalen Stammzellen. Dazu haben sich die Schülerinnen und Schüler auch mit Mitstreitern aus Italien und Spanien per Videokonferenz ausgetauscht.

Forschung ist Teamwork:

Forschung ist Teamwork: Eine Teilnehmergruppe diskutiert im Labor über die Stammzellforschung. © Foto: Volker Lannert/Life & Brain


„Sich Teil einer internationalen wissenschaftlichen Initiative zu fühlen, war für die Schüler eine ganz besondere Erfahrung“, sagt Ira Herrmann, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetzwerk die Aktivitäten vor Ort koordinierte. Insgesamt nahmen rund 25.000 Schüler in acht europäischen Ländern und an sechs deutschen Forschungsinstitutionen am UniStem Day teil und erfuhren Wissenswertes rund um die so genannten Alleskönner-Zellen.

Ausrichter in Bonn war das Institut für Rekonstruktive Neurobiologie unter der Leitung von Prof. Oliver Brüstle und das Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW. Das Kompetenznetzwerk führt - als durch das Land NRW geförderte Einrichtung - regelmäßig Veranstaltungen für Laien durch und stellt auch Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

Informationen zum Stammzelltag:
http://www.stammzellen.nrw.de
http://www.gscn.org/de/VERANSTALTUNGEN/UniStemDay2016.aspx

Informationen zum Life & Brain Zentrum:
http://lifeandbrain.com/

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11.03.2016

Universität Bonn präsentiert Ph.D. Movie 2

Universität Bonn präsentiert Ph.D. Movie 2

Im April ist es soweit: Das Ph.D. Movie 2 kommt nach Bonn. Mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft Bonn präsentiert das Dezernat für Hochschulkommunikation der Universität Bonn den zweiten Teil des Films zum beliebten Ph.D. Comic des amerikanischen Autors Jorge Cham, in dem die Sorgen und Nöte von Doktoranden auf unterhaltsame Weise im Mittelpunkt stehen.

Bereits 2011 hatte die Universität Bonn das Ph.D. Movie 1 präsentiert - zur Begeisterung insbesondere ihrer Doktoranden und Graduate Students. Mit dem zweiten Teil setzt Jorge Cham die unterhaltsame Geschichte um

 

Die Vorstellungen (in englischer Sprache) finden statt:

Dienstag, 19. April 2016, 18 Uhr
Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28, 53115 Bonn

Montag, 25. April 2016, 18 Uhr
Uni-Hauptgebäude, Hörsaal I, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

Eingeladen sind alle Angehörigen der Universität Bonn, insbesondere alle Doktoranden.

Bitte beachten Sie: Die Zahl der Sitzplätze ist aufgrund der Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen begrenzt. Plätze werden auf der Basis "first come, first served" vergeben.

 

Und das erwartet die Zuschauer:

Der Namenlose Doktorand muss mit der gesamten Arbeitsgruppe zu einer wichtigen wissenschaftlichen Konferenz reisen und sich dort gegen eine um Ergebnisse und Drittmittel konkurrierende Arbeitsgruppe behaupten. Doktorandin Cecilia ist in der Klemme, da ihr Betreuer Prof. Smith ein Freisemester plant - nun muss sie entweder ihre Doktorarbeit zu Ende schreiben oder bleibt ein weiteres Jahr an der Uni hängen.

Hier können Sie den Trailer anschauen: https://youtu.be/yb2y_a7hL5M

 

 Information in English:

 In April 2016, the Ph.D. Movie 2 is coming to Bonn. With support from the Bonn University Society the Department for Corporate Communications of the University of Bonn proudly presents the second part of the movie by Jorge Cham, autohor of the popular Ph.D. Comics, in which the worries and and hardships of graduate students' life is described in an entertaining way.

Already 2011, the University of Bonn screened the Ph.D. Movie 1 - to the particular delight of all doctoral and graduate students. In the second episode of the Ph.D. Movie Jorge Cham continues to tell an entertaining story about the worries and hardships of graduate students' life.


The screenings in English language will take place here:

Tuesday, 19 April 2016 18:00
Wolfgang Paul Lecture Hall, Kreuzbergweg 28, 53115 Bonn

Monday, April 25, 2016 , 18:00
University main building, Auditorium I, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

All members of the University of Bonn are cordially invited, in particular all doctoral and graduate students. Please note: The number of seats is limited because of safety and fire regulations. Places are allocated on a "first come, first served" basis.

About the movie:

The Nameless Grad Student and his group must travel to an important academic conference and square off against a rival group as they compete for results and grant money. Meanwhile, Cecilia's advisor is going on sabbatical, which means she has to finish writing her thesis or be stuck in grad school another year. It's a comedy.

Watch the trailer here: https://youtu.be/yb2y_a7hL5M


Mit freundlicher Unterstützung/Supported by:

UGB Logo  Fachschaft Physik/Astronomie

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11.03.2016

Weihnachtsbaumseminar in Klein-Altendorf

Weihnachtsbaumseminar in Klein-Altendorf

In 288 Tagen ist schon wieder Weihnachten! Damit es dann auch wieder ausreichend Nadelholz zum Behängen gibt, haben unsere Agrarwissenschaftler diese Woche eine besondere Lehrveranstaltung durchgeführt: ein Weihnachtsbaumseminar. Dabei geht es allerdings nicht um das möglichst kunstvolle Dekorieren oder die Kunst, sich beim Einkauf nicht völlig mit der heimischen Deckenhöhe oder den Ausmaßen der guten Stube zu vertun. Das Seminar richtet sich vielmehr an die Menschen, die die Weihnachtsbäume pflanzen, pflegen und verkaufen.

Veranstalter des Seminars ist das Dienstleistungszentrum RheinPfalz, das mit der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn, der Landwirtschaftskammer NRW und dem Forschungszentrum Jülich zum Kompetenzzentrum Gartenbau (KoGa) zusammengeschlossen ist. Ziel ist es, Forschung und Praxis enger miteinander zu verbinden.

 "Das Weihnachtsbaumseminar ist für Weihnachtsbaumerzeuger gedacht, die sich über die neusten Trends in Praxis und Forschung informieren möchten" sagt Dr. Thorsten Kraska von der Lehr- und Forschungsstation Klein-Altendorf. "Das Seminar ist immer gut besucht, weil die Praktiker den Kontakt zur Wissenschaft suchen." Themen sind z.B. Pflanzenschutz, nachhaltige Produktionsverfahen und  ökologische Aspekte wie Biodiversität. Kraska weiter: "Die Praktiker interessieren sich dann aber auch für Themen wie Arbeitssicherheit oder neue technische Entwicklungen." So hatten die Bonner Agrarforscher beim letzten Seminar eine Führung durch ihre Gewächshäuser angeboten und über neuesten Methoden informiert und die Kaskadennutzung von nachwachsenden Rohstoffen an aktuellen Beispielen gezeigt.

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03.03.2016

Hilfreiche Begleiter für "Studienpioniere"

Hilfreiche Begleiter für "Studienpioniere"

Mit der Uni bricht für jeden jungen Menschen eine spannende Zeit an. Für Studienbeginner aus nichtakademischen Familien kann darin eine besondere Herausforderung liegen. Förderprogramme wie der Studienkompass stehen ihnen dabei zur Seite und erleichtern den Einstieg.

Der Studienbeginn bringt eine ganze Reihe von Herausforderungen mit sich. Das sehnlich erwartete Ende der Schulzeit ist plötzlich da und man ist mitten in einer völlig neuen Umgebung auf sich gestellt.
Vorlesungen, Stundenpläne, Kopierkarten, Bibliotheksausweise, jede Menge Bücher und Texte. Noch dazu muss eine passende Wohnung gefunden werden und unter Umständen gleich ein Nebenjob, um sich das Studium überhaupt leisten zu können.
Das stellt einen jungen Menschen ganz schön auf die Probe. Da ist es gut, wenn man sich auf hilfreiche Begleiter verlassen kann, die sich im Unibetrieb schon auskennen. Viele greifen dabei wie selbstverständlich auf die Expertise der Eltern zurück.

Wer aber als erster aus seiner Familie ein Studium aufnimmt, hat es oft nicht leicht, einen Ansprechpartner zu finden. Gerade für solche sog. „Studienpioniere“ ist aber eine Förderung auf dem Weg ins Studium wichtig.
Dieser Aufgabe widmet sich der Studienkompass. Das gemeinnützige Förderprogramm richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten aus nichtakademischen Familien, die noch unsicher sind, ob ein Studium für sie infrage kommt und wenn ja, welches. Bei diesen Fragen werden sie ab dem vorletzten Schuljahr bis zum Abschluss des ersten Studienjahres begleitet. In Workshops lernen die Teilnehmer ihre Stärken und Interessen besser kennen und es werden ihnen Berufsfelder und Studiengänge vorgestellt. Diese Veranstaltungen müssen sie regelmäßig mitgestalten, um Organisationsfähigkeit und Eigenverantwortung zu steigern.
Nach der Schule nehmen 95 Prozent der Teilnehmer ein Studium auf und mehr als 90 Prozent geben an, ihr Wunschstudium gefunden zu haben. Die Studienabbrecherquote liegt mit fünf Prozent weit unter der bundesweiten Abbruchquote für Bachelorstudiengänge von 28 Prozent.

Zwei der Teilnehmer des Studienkompass sind Jessica Schmidt und Till Moteka. Beide studieren nun im ersten Semester an der Uni Bonn.

Jessica.jpgVorgestellt wurde Jessica der Studienkompass in der Schule. Zwar wusste sie schon vor Beginn der Förderung, dass sie studieren würde. Als Nachhilfelehrerin in Französisch, Mathe, Englisch und Deutsch merkte sie schnell, dass Lehrerin ihr absoluter Berufswunsch ist. Unsicher war sie nur, in welchen Fächern. Ihre eigenen Lehrer rieten ihr zwar ab: „Du kannst doch alles -  mach lieber Medizin!“, aber während der Förderung durch den Studienkompass festigte sich ihr Entschluss endgültig und die Wahl fiel auf ihre beiden Lieblingsfächer Französisch und Mathematik.
Mit dieser Entscheidung ist sie auch sehr zufrieden, obwohl sie sich das Studium doch ein wenig anders vorgestellt hatte. „Ich hatte erwartet, etwas mehr Freizeit zu haben.“ Sie schaffe es aber noch, ihre Freunde zu sehen, lacht sie. Trotzdem ist sie vom Anspruch der Mathevorlesung ziemlich beeindruckt. „Der Stoff ist viel kompakter als in der Schule und es ist schwieriger, Nachfragen zu stellen.“ Nun brauche es viel Disziplin, um mitzukommen. Geholfen hat dabei vor allem der Mathe-Vorkurs der Uni. Mit den Kommilitonen, die sie dort kennen gelernt hat, trifft sie sich nun in einer Übungsgruppe. Bei Fragen hilft der Help-Desk weiter, wo Tutoren für die Studenten ein offenes Ohr haben.
Die erworbenen Organisationsfähigkeiten kamen Jessica ebenfalls schnell zugute. Bald möchte sie ein Praktikum in Burkina Faso absolvieren und dort in einer Schule unterrichten. Dazu musste sie erstmal die richtigen Ansprechpartner finden und den Aufenthalt in ihren Studienplan integrieren. Gerade im Hinblick auf bevorstehende Matheprüfungen gestaltet sich das gar nicht so einfach. Sie ist aber entschlossen, sich diesen Wunsch zu erfüllen.
Ihre Eltern standen in ihrer Entscheidung zu studieren immer hinter ihr. Auch finanziell wird sie von ihnen unterstützt. Allerdings hat sich Jessica neben dem Studienkompass erfolgreich für ein Stipendium beworben und gibt auch weiterhin Nachhilfe. Dass ihre Eltern keinen akademischen Hintergrund haben, hat für sie so gut wie nie eine Rolle gespielt. Auch für andere Studierende ist das ihrer Einschätzung nach nicht entscheidend. „Die meisten machen ja eh was anderes als ihre Eltern – ob diese nun studiert haben oder nicht“, sagt sie.

Till.jpgTill hat nach der Schule ein Jahr Freiwilligendienst in Peru absolviert und überlegte danach zur Polizei zu gehen, war aber noch unsicher. Auf den Studienkompass hat ihn seine Tante aufmerksam gemacht. Der Studienkompass hat ihm vor allem geholfen, eine Vorstellung vom Studium zu bekommen, was seiner Ansicht nach in der Schule zu kurz kommt. Er konnte andere Möglichkeiten kennenlernen und so besser entscheiden, was ihn interessiert. Über einen kleinen Umweg von Deutsch und Englisch auf Lehramt ist Till so zum Philosophiestudium gekommen. Das Studentenleben genießt er sehr: „Es ist alles ein bisschen entspannter. Aber es gehört auch viel Selbstdisziplin dazu, es gibt einiges zu lesen und nachzubereiten.“ Besonders der Austausch mit seinen Mitstudenten macht ihm Spaß und so viele verschiedene Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.
Für seine Zukunft hat er noch keine konkreten Pläne, nur: „Für große Firmen möchte ich nicht unbedingt arbeiten“. Für Philosophie hat er sich aber schon in der Schule interessiert und auch er hegt immer noch den Wunsch, Lehrer zu werden.
Seinen Eltern ging es vor allem darum, dass ihr Sohn glücklich ist, bei dem was er macht. Gleichzeitig haben sie aber die Vorteile und Perspektiven, die ein Studium mit sich bringen kann, gesehen und ihn dabei ermutigt. Eine seiner drei jüngeren Schwestern ist mittlerweile auch Studienkompassteilnehmerin und alle drei finden das Studium des großen Bruders ziemlich spannend.

Trotz aller Herausforderungen, die ein Studium mit sich bringt, genießen Jessica und Till es. Dass der Studienkompass ihnen den Einstieg erleichtert hat, davon sind beide überzeugt. Deshalb raten sie auch anderen, sich frühzeitig um Stipendien und Förderprogramme zu bemühen. Die Möglichkeiten seien zahlreicher als man denkt. Solche Programme können eine Hilfestellung bieten, die oft entscheidend ist. Ein Erfolg des Studienkompasses liegt bei alledem vielleicht auch darin, dass es für Jessica und Till gar keine Rolle spielt, dass sie aus einem nichtakademischen Haushalt kommen.

Weitere Informationen zu dem Förderprogramm erhalten Sie unter www.studienkompass.de.

Text und Fotos:Julius Hellermann

 

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24.02.2016

Glasplatten bewahren Geschichte Lateinamerikas

Glasplatten bewahren Geschichte Lateinamerikas

Eine Expedition in die digitalen Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts

Von Katrin Metzger

Noch bis zum 24. April zeigt die Bonner Altamerika-Sammlung in der Oxfordstraße 15 die Wanderausstellung „Gläsernes Bildgedächtnis Lateinamerikas“ des Ibero-Amerikanischen Instituts in Berlin.

Die Ausstellung von etwa 100 Glasplatten aus dem Bestand des Ibero-Amerikanischen Instituts zeigt den Besuchern eindrucksvolle fotografische Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1870 und 1940.

Aus der insgesamt mehr als 10.000 fotografische Bildträger umfassenden Sammlung werden in der Sonderausstellung „Gläsernes Bildgedächtnis Lateinamerikas“ größtenteils unveröffentlichte Aufnahmen aus dem visuellen Archiv zu archäologischen, ethnografischen, historischen und länderkundlichen Themen Lateinamerikas gezeigt. Dieser faszinierende Bestand wurde im Jahr 2013 mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wissenschaftlich erschlossen und in weiten Teilen digitalisiert.

Dazu sind einige der originalen Glasplatten zu sehen. Diese zeigen, dass die Herstellung fotografischer Aufnahmen zu dieser Zeit sehr aufwendig und zeitintensiv war, da die Glasplatten als Trägermaterial für Negative verwendet wurden, welche besonders anfällig für Brüche und Beschädigungen sind – dies ist heutzutage kaum mehr vorstellbar.

Die Sonderausstellung thematisiert den Einzug der Fotografie als visuelles Aufzeichnungsmedium in die Wissenschaften Ende des 19. Jahrhunderts. Die Besucher erhalten einen Einblick in die Exkursionen bekannter Wissenschaftler wie Hans Steffen, Teobert Maler oder dem Archäologen Max Uhle. Diese erkannten die Nützlichkeit der fotografischen Dokumentation ihrer Reisen und somit wurde die Fotografie schnell zu einer beliebten wissenschaftlichen Methode. Ausgewählte Fotografien des großen Bestandes der digitalisierten Glasplatten zeigen die interessantesten Aufnahmen früher Expeditionen mit ganz unterschiedlichen Zwecken und Zielen. Daher gibt es Motive von archäologischen Ausgrabungen, andere, die der Ethnografie oder Geografie zuzuordnen sind, wie Landschaften, oder Einblicke in den Alltag der fotografierenden Expediteure. Nicht zuletzt erhält der Besucher einen Einblick in die persönliche Sicht des Fotografen, die unweigerlich zum Ausdruck kommt.

Durch die Vielfalt der gezeigten Themen spricht die Ausstellung Besucher aus unterschiedlichen Bereichen an, sowie an Ästhetik, Archäologie, Geografie oder Geschichte der Fotografie Interessierte.

Wer die verschiedenen Expeditionen in Lateinamerika vom Ende des 19. Jahrhunderts durch die Augen der Fotografen erleben möchte ist in der aktuellen Sonderausstellung der Bonner Altamerika-Sammlung herzlich willkommen!
Führungen sind nach Absprache möglich.

Weitere Informationen und Kontakt:
https://www.altamerikasammlung.uni-bonn.de/sonderausstellung

Bonner Altamerika-Sammlung
Oxfordstr. 15
53111 Bonn
Tel. +49 (0)228 73 5737
E-Mail: sammlung@uni-bonn.de
Öffnungszeiten: Dienstag-Donnerstag: 10-16 Uhr

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04.02.2016

Mathematiker ehren Absolventen

Mathematiker ehren Absolventen

Das Hausdorff-Zentrum für Mathematik der Universität zeichnete nun während seines Hausdorff-Kolloquiums mehrere junge Wissenschaftler aus.

Dr. Robert Anselm Kucharczyk erhielt den Hausdorff-Gedächtnispreis, der alljährlich für die beste Dissertation in Mathematik vergeben wird. Er erinnert an den Mathematiker Felix Hausdorff, der von 1910 bis 1913 und von 1921 bis 1935 Professor in Bonn war. Der Preis ist mit 500 Euro und einem Buch dotiert.

Außerdem wurden die besten Bachelor-Absolventen im Fachbereich von der Bonner Mathematischen Gesellschaft geehrt: Aras Ergus („Loop Objects in Pointed Derivators“), Daniel Koenen („Subgeometrische Konvergenzraten von Markovprozessen und eine Anwendung auf SDDEs“), Tobias Lenz („Gamma-Räume“) und Fabian Zaiser („Massey Products and Configuration Spaces“). Sie bekamen einen Scheck über 250 Euro und eine Urkunde.
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Von links: Tobias Lenz, Aras Ergus und Daniel Koenen mit Dr. Thoralf Räsch, Schatzmeister der Bonner Mathematischen Gesellschaft.

(c) Foto: Astrid Slizewski

 

 

 

 

 

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28.01.2016

Ganz schön was los in der ULB...

Ganz schön was los in der ULB...

In diesen Tagen geht es in der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn ein wenig zu wie im Taubenschlag: Sehr viele Studierende und auch externe Gäste drängen in den Wissensspeicher, um hier zu lernen, zu recherchieren und Hausarbeiten zu schreiben. Unser Fotograf Volker Lannert hat sich mit der Kamera für uns umgesschaut.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) die zentrale Dienstleistungseinrichtung der Universität Bonn zur Literatur- und Informationsversorgung. Die Hauptbibliothek an der Adenauerallee besticht durch ihre Architektur und den weitläufigen Lesesaal mit Rheinblick.

Lesesaal mit Ausblick

Der Lesesaal der ULB ist derzeit praktisch ständig voll ausgelastet. Für die schöne Aussicht auf den Rhein haben die Lernenden allerdings meist kein Auge.

Lesesaal ULB.

Wegen der großen Nachfrage gilt derzeit für denLesesaal die Regel, dass an den Wochenenden nur Studierende und Mitarbeiter der Universität Bonn sowie Bonner Stadtnutzer, die ein Jahresentgelt entrichten, Zugang haben. Trotz dieser Maßnahme ist der Lesesaal auch am Wochenende oft voll ausgelastet.

Computerarbeitsplätze

Das Informationszentrum, der Bereich vor dem Lesesaal, ist zum Recherchieren und für Gruppenarbeit da. Dort befinden sich auch die Leihstelle und die Information.

Gruppenarbeit

Ein Bereich der ULBist für Gruppenarbeit gedacht. Wenn es hier voll ist, steigt auch die Lautstärke beträchtlich. Gelegenlich bitten die ULB-Mitarbeiterinnen um Rücksicht.

 Alle Fotos: Volker Lannert/Uni Bonn

 

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05.01.2016

Polynesien grüßt mit Marquesas Palme

Polynesien grüßt mit Marquesas Palme

Die Pflanze des Monats Januar 2016 wird von verwilderten Schweinen und von der Abholzung des Regenwaldes durch den Menschen bedroht.

Pelagodoxa henryana, also Marquesas Palme, stammt von der kleinen tropischen Insel Nuku Hiva, die zu der Inselgruppe der Marquesas gehört. Politisch sind diese Inseln Teil von Französisch Polynesien und liegen im Südpazifik. Die Pflanze ist dort in den Tieflandregenwäldern heimisch. Pelagodoxa henryana gilt als eine der seltensten Palmen der Welt. In der Roten Liste der IUCN wird sie als „kritisch bedroht“ aufgeführt. Die Hauptbedrohung sind verwilderte Schweine und die Abholzung der Regenwälder.

Die Marquesas Palme wird bis 10 Meter hoch, sie hat einen schlanken Stamm und eine dichte Krone aus bis zu 15 Blättern, die über zwei Meter lang werden können. Die Früchte sind sehr charakteristisch: sie messen etwa acht Zentimeter im Durchmesser, sind rund und haben eine Oberfläche, die unregelmäßig, knotige Erhebungen aufweist. Die Blätter sind oberseits grün und auf der Unterseite weißlich-silbrig gefärbt.

Zuerst beschrieben wurde Pelagodoxa henryana von Odoardo Beccari, jenem italienischen Botaniker, der auch unsere wunderbare Titanenwurz (Amorphophallus titanum) von Sumatra beschrieb und einige Samen nach Europa schickte, wodurch die Pflanze auch hier bekannt wurde. Im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss ist Pelagodoxa henryana im Regenwaldhaus zu bewundern.
 
Kontakt:
Dr. Wolfram Lobin
Botanische Gärten der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171, D-53115 Bonn
Tel. 0228-73-5523
Fax: 0228-73-9058
E-mail: botgart@uni-bonn.de
Internet: www.botgart.uni-bonn.de

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10.12.2015

Geographen beim Weltklimagipfel in Paris

Geographen beim Weltklimagipfel in Paris

Für ein internationales Klimaschutzabkommen als Nachfolge des Kyoto-Protokolls wird bei der UN-Klimakonferenz in Paris seit Ende November hart gerungen. Vor Ort sind auch zwölf Geographie-Studierende der Universität Bonn vertreten, neun sind als akkreditierte Beobachter sogar bei den eigentlichen Verhandlungen dabei.

Die Gruppe um Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn und Florian Weisser ist für ein Masterseminar zur Politik der Internationalen Klimaverhandlungen in Paris unterwegs. Die Studierenden haben sich während des Seminars auf das Ereignis vorbereitet und bearbeiten in Kleingruppen verschiedene Themen. "Wir befassen uns mit dem Klimawandel im Verhältnis von Norden und Süden und begeben uns auf die Suche nach alternativen Vorstellungen", berichtet Florian Weisser. Zum Beispiel beleuchten die Geographie-Studierenden die Rolle afrikanischer zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteure und fragen danach, wie Afrika während des Klimagipfels repräsentiert wird. Einige Bonner Studenten beteiligen sich auch daran, der von den Verhandlungen ausgeschlossenen Zivilgesellschaft eine Stimme zu geben, indem sie über Aktivitäten in den Straßen von Paris und auf alternativen Klimagipfeln berichten.

Mehr dazu im Blog der Studierenden: http://sudeg.de

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04.12.2015

Wörterbuch Klimadebatte

Wörterbuch Klimadebatte

Pünktlich zum Weltklimagipfel in Paris hat die Geographie-Dozentin Sybille Bauriedl jetzt ein "Wörterbuch Klimadebatte" heraus gegeben. Experten aus verschiedenen Disziplinen klären über 40 Schlüsselbegriffe des Diskurses rund um die Klimadebatte.

Grünes Wachstum, Nullemission, Energiewende. Nicht allein die Klimaforscher, auch die Disputanten der inzwischen jahrzehntelangen Klimadebatte haben ihr eigenes Vokabular hervorgebracht. Im neuen "Wörterbuch Klimadebatte", heraus gegeben von Dr. Sabine Bauriedl vom Geographischen Institut der Universität Bonn, haben Vertreter aus Sozial-, Kultur- und Politikwissenschaften nun über 40 dieser heute etablierten Begriffe näher für alle Interessierten untersucht.

Weltbürgergesellschaft und Grünes Wachstum

Das Fazit der Herausgeberin: Diese Begriffe transportieren in der öffentlichen Kommunikation eine Agenda, die bewahren wolle, nicht reformieren. Der Stil, in der die Debatte geführt werde, negiere die Vorläufigkeit wissenschaftlicher Annahmen und empirisch fundierter Erkenntnissen.
Zum Beispiel: In Zeiten des zunehmenden Reichstums Weniger - ein Phänomen, das durch den Raubbau an der Natur möglich wurde und so den Klimawandel mit befördert hat - sprach niemand von weltweiter Solidarität. Die Idee der "Weltbürgergesellschaft" wurde just aktiviert seit es um die Verteilung der Kosten für den Naturverbrauch geht: die sollen nun nicht allein die Wenigen, sondern alle gemeinsam tragen. Das ist nicht allein ungerecht, so die Herausgeberin, sondern verstärkt auch eine "Kollektivierungsrhetorik", welche die Annahme transportiert, alle Menschen hätten in der Klimadebatte dieselben Interessen und es ginge jetzt allein noch um adäquate Mwethoden, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Tatsächlich haben aber beispielsweise die Menschen der Südsee fundamental andere Interessen als Europäer.
Ein weiterer Bestandteil dieser Agenda: Das bisher auf immer mehr Ressourcenverbrauch beruhende Wachstum der entwickelten Staaten soll auch über die vielen Klimagipfel hinaus weiter anhalten, während gleichzeitig weniger Ressourcen verbraucht werden sollen. Das Zauberwort heißt "Grünes Wachstum". Tatsache, so Bauriedl, sei aber, dass der Beweis dafür seit Jahrzehnten ausbleibe. Warum nur? Weil es "Grünes Wachstum" womöglich gar nicht gibt und allein Bestandteil irreführender Kommunikation ist, während der behauptete Effizienz-Zusammenhang nie bestanden hat?

Klimadebatte dreht sich um die Paradigmen der Industriegesellschaft

Im Kern bewege sich der Diskurs rund um den Klimawandel, so die Bonner Geographin, gerade um eben jene Begriffe, die auch schon die Industriegesellschaft geprägt hatten. Und nun sollen diese - mit definierten Bedeutungen und Assoziationen besetzten - Begriffe heute den Wandel aus dieser Industriegesellschaft hinaus kommunizieren helfen? Bauriedl will mit dem Wörterbuch verdeutlichen, dass die alten Begriffe ebenso Teil des Problems sind wie die alten Rezepte in Wissenschaft und Ökonomie. "Alle Autoren und Autorinnen", so die Herausgeberin, "kommen zu dem Schluss, dass es in der Klimadebatte um die Bewahrung des gegenwärtigen Wirtschaftsmodells geht."

Sybille Bauriedl (Hg.)
Wörterbuch Klimadebatte
Bielefeld 2015, Transcript-Verlag
332 Seiten, ISBN 978-3-8376-3238-5

Gespräch mit der Herausgeberin auf der Hörfunk-Welle BR 2,
Sendung "Sozusagen. Bemerkungen zur Sprache",
freitags, 15.20 Uhr

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26.10.2015

Rückblick: Bonn-Oxford-Kolloquium in Oxford vom 13. bis 18. September 2015

Rückblick: Bonn-Oxford-Kolloquium in Oxford vom 13. bis 18. September 2015

In diesem Jahr reiste erneut eine Gruppe von Doktoranden und Habilitanden in Begleitung von Prof. Dr. Wolfram Kinzig und Prof. Dr. Cornelia Richter nach Oxford.

Der Besuch ist Teil eines seit vielen Jahren laufenden Austauschprogramms der Evang.-Theol. Fakultät der Universität Bonn und der Theologischen Fakultät der Oxford University, zu dem sich alle zwei Jahre junge Forschende der beiden Fakultäten abwechselnd in Oxford und Bonn treffen. Kern des Kolloquiums bilden die Präsentation und Diskussion von aktuellen Forschungsprojekten der Teilnehmenden. Dorothea Ugi, eine der Bonner Teilnehmerinnen hat über das diesjährige Treffen einen Bericht verfasst.

 

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22.10.2015

Hausdorff School: Ausbildung für Promovierte

Hausdorff School: Ausbildung für Promovierte

Die jetzt eröffnete „Hausdorff School for Advanced Studies in Mathematics“ bildet künftig promovierte Nachwuchswissenschaftler für Forschung, Lehre und außeruniversitäre Stellen aus.

„Die Hausdorff School wird jungen Akademikern einen wertvollen Impuls für eine Professur oder eine Karriere in der Wirtschaft geben“, sagt Rektor Michael Hoch über das neue Ausbildungsprogramm. Das weltweit einzigartige Konzept für junge Mathematiker und mathematische Ökonomen setzt dort an wo die klassische universitäre Ausbildung endet: nach der Doktorarbeit. Internationale Workshops, Kurse zu beruflichen Kernkompetenzen und Trainingskonzepte für die akademische Lehre qualifizieren Postdoktoranden für eine Professur oder verantwortungsvolle Positionen außerhalb des Hochschulbetriebes. So werden junge Akademiker im Rahmen eines Mentoring-Programmes von einem erfahrenen Professor bei ihren ersten Vorlesungen unterstützt. In Seminaren zu Sozialkompetenzen und Präsentationstechniken lernen die Promovierten wie man bei Bewerbungsverfahren in der freien Wirtschaft richtig auftritt oder worauf es im Umgang mit Journalisten ankommt.

Rektor Prof. Dr. Michael Hoch: "Ein phantastischer Platz für Mathematik"

Rektor Prof. Dr. Michael Hoch: "Ein phantastischer Platz für Mathematik"


Exzellente Nachwuchsförderung

Das neue Ausbildungsprogramm wurde vom Hausdorff Center for Mathematics gegründet, dem Bonner Exzellenzcluster für Mathematik und mathematische Ökonomie. „Ziel ist es mit der Hausdorff School eine Brücke in der akademischen Ausbildung zwischen der Promotion und der Berufung auf eine Professur zu schlagen und so nachhaltig zu einer Verbesserung von Forschung und Lehre in Europa beizutragen“, erläutert Koordinator Karl-Theodor Sturm. Die systematische Fortbildung  nach der Doktorarbeit soll auch dem Fachkräftemangel in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern entgegenwirken. „Bonn ist und bleibt ein fantastischer Platz für die Mathematik“, kommentiert Rektor Michael Hoch diese Ergänzung des bestehenden Angebotes für Nachwuchswissenschaftler.

Internationale Kooperationen

Sommer- und Winterschulen bieten als Teil des neuen Programms den Rahmen für eine intensive Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern weltweit. Bis zu zehn einwöchige Veranstaltungen pro Jahr sind geplant. „Die Hausdorff School steht explizit auch erfolgreichen Absolventen anderer Universitäten in Europa offen um die Vernetzung zu fördern. Bonn wird so zu einem Drehkreuz für den wissenschaftlichen Austausch“, sagt Karl-Theodor Sturm.



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22.10.2015

Flüchtlinge: Deutschkurs und Ringvorlesung

Flüchtlinge: Deutschkurs und Ringvorlesung

Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für Integration und Studienerfolg von Flüchtlingen. Darum bietet die Uni jetzt erstmals Kurse für sie an.

Um studierfähige Interessenten aus dieser Gruppe an den Lehrbetrieb unserer Universität heranzuführen, hat das Rektorat der Universität Bonn den Verein ProIntegration e.V. gebeten, Deutschkurse für studieninteressierte, in Bonn ansässige  Flüchtlinge anzubieten, die aufgrund ihrer Schulausbildung und anderen Vorkenntnissen und ihres voraussichtlich längerfristigen Aufenthalts in Bonn für ein späteres Studium in Bonn in Frage kommen.

Kurz nach Semesterbeginn hat ein Einstufungstests stattgefunden, aufgrund dessen nun 25 Teilnehmer für drei Deutschkurse auf unterschiedlichen Niveaus identifiziert werden konnten. Die Kurse haben inzwischen begonnen. Unter den Teilnehmern sind 24 Männer, darunter 17 Syrer und eine Frau dem Irak.

Außerdem plant die Universität Bonn, mittels einer Ringvorlesung zum wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs der Flüchtlings- und Immigrationsproblematik beizutragen und allen Interessierten die Expertise zugänglich zu machen, das an der Universität zu diesem Themenkreis vorhanden ist.

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09.10.2015

Reparaturarbeiten: AVZ I bleibt bis Ende November geschlossen

Reparaturarbeiten: AVZ I bleibt bis Ende November geschlossen

Das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) I der Universität Bonn in der Endenicher Allee 11-13 ist seit 21. September wegen dringender Reparaturarbeiten an den Elektroinstallationen bis voraussichtlich Ende November geschlossen. Das 1960 erbaute Gebäude mit rund 5.500 Quadratmetern Nutzfläche ist einer von mehreren großen Mehrzweckbauten der Universität für Forschung und Lehre. Derzeit arbeitet eine Task Force der Fakultäten, der Verwaltung, des Rektorats und des Gebäudeeigentümers unter Hochdruck an Lösungen, den Forschungs- und Lehrbetrieb an anderen Orten weiterzuführen.

Auslöser für die Schließung des Gebäudes war eine technische Begutachtung, die der BLB NRW als Gebäudeeigentümer in Auftrag gegeben hatte. Hierbei trat im Bereich der Stromversorgung ein akuter Reparaturbedarf an den Elektroverteilungen zu Tage. Da eine Gefährdung der Nutzer des Gebäudes nicht ganz ausgeschlossen werden konnte, musste das Gebäude am 21. September geschlossen werden. Es sollte ursprünglich bereits nach drei Wochen wieder in Dienst genommen werden. Da sich aber der Umfang der erforderlichen Arbeiten als deutlich größer herausgestellt hat, ist die Wiedereröffnung nun für Anfang Dezember vorgesehen.

Weil im AVZ I ab dem Vorlesungsstart am 19. Oktober umfangreiche Lehraktivitäten der Landwirtschaftlichen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät geplant waren, bestand akuter Handlungsbedarf. Betroffen sind vor allem die Fächer Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, Biologie, Physik und Pharmazie sowie – in geringfügigem Umfang – die Medizin.

Task Force eingerichtet

Rektor Prof. Dr. Michael Hoch hat letzte Woche mit den Dekanen Prof. Dr. Ulf-G. Meißner und Prof. Dr. Peter Stehle, dem Kanzler Dr. Reinhardt Lutz und dem Prorektor für Hochschulplanung und -entwicklung, Prof. Dr. Klaus Sandmann, die Situation analysiert. Es wurde eine Task Force aus Angehörigen der betroffenen Fakultäten, der Verwaltung, des Rektorats und des BLB NRW zusammengestellt.

Derzeit tauschen sich alle Akteure regelmäßig aus, um einen guten Informationsfluss sicherzustellen. Dabei wurde der konkrete Raumbedarf der Fächer identifiziert und parallel geeignete Ersatzflächen innerhalb und auch außerhalb der Universität aufgespürt. Von der Schließung des AVZ I sind auch Drittmittelprojekte in der Forschung betroffen sowie Studierende, die dort an ihrer Bachelorarbeit arbeiten. Für alle Betroffenen sollen annehmbare Lösungen gefunden werden.

Rektor Prof. Hoch sagt: „Ich kann als Experimentalforscher die Nöte und den Ärger der Wissenschaftler und Studierenden sehr gut nachvollziehen. Die Schließung des AVZ I kam kurz vor Beginn des Wintersemesters für alle Beteiligten zur Unzeit. Es ist ein Notfall, der nur bewältigt werden kann, wenn alle gemeinsam an Lösungen arbeiten. Das geschieht hier in vorbildlicher Weise.“

Sanierungsstau an rund 350 Gebäuden

Das AVZ 1 steht aufgrund seines baulichen Zustands seit längerem unter besonderer Beobachtung. Dies gilt leider für eine ganze Reihe von Universitätsgebäuden aus dieser Bauzeit. Insgesamt summiert sich der Sanierungsstau an den rund 350 Gebäuden der Bonner Uni je nach Schätzung auf 500 Millionen bis über eine Milliarde Euro. Solange der BLB NRW und letztlich das Land als Eigentümer der Gebäude hier nicht substanziell aktiv werden, können derartige Betriebsunterbrechungen in anderen Bereichen der Universität nie ganz ausgeschlossen werden. Die Universität als Gebäudenutzer kann hier nicht frei schalten und walten, versucht aber selbstverständlich, sich mit dem BLB als Eigentümer darauf zu verständigen, absehbare Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und abzustellen.

Das AVZ 1 soll nach Abschluss der Reparaturarbeiten wieder in Betrieb gehen. Fest steht aber schon jetzt, dass dort spätestens am 31. Dezember 2016 endgültig die Lichter ausgehen werden. Teile der Forschung und Lehre werden voraussichtlich zum Beginn des Wintersemesters 2016/17 in die Neubauten auf dem Campus Poppelsdorf einziehen, die bis dahin fertiggestellt sein werden. Die weiteren erforderlichen Umzüge sind derzeit Gegenstand der Planung.

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08.09.2015

Die Azteken. Tanzgruppen in Mexiko-Stadt - und Berlin (6)

Die Azteken. Tanzgruppen in Mexiko-Stadt - und Berlin (6)

In der sechsten und letzten Folge der Reihe "Azteken. Einst und jetzt. Eine Ausstellung entsteht" geht es heute um die in Mexiko-Stadt weit verbreiteten Tanzgruppen der Concheros und Danzantes del Sol. Die Ausstellung wird eröffnet am 14. September 2015 um 18.15 Uhr.

Von Martina Beltran Cardona, Antje Gunsenheimer und Julia Nowakowski

Wer heute die zentralen historischen und kulturellen Plätze in Mexiko-Stadt besucht, kommt an den exotisch anmutenden Tänzern nicht vorbei: Concheros und Danzantes del Sol bieten in farbenfrohen Gewändern mit prächtigem federgeschmückten Kopfputz Aufführungen an. Die 8- bis 10-köpfigen Gruppen erscheinen recht plötzlich in der Menge der Vorbeigehenden, rasch bilden sie einen Kreis um dem an Boden aufgebauten Altar, um nach kurzer Begrüßung zum rhythmischen Schlagen der Trommeln ihren Tanz aufzuführen.

Der Rhythmus und die Kombination der Tanzschritte sowie die christlichen Heiligenbilder auf dem Altar verraten, dass der Tanz der concheros, benannt nach dem Musikinstrument concha, indigene Traditionen mit spanisch-christlichen Elementen vereint. Erste Erwähnungen stammen aus der Zeit nach der unmittelbaren Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert. Demnach durften Indigene den Tanz in Klöstern oder vor Kirchen zur Huldigung der christlichen Heiligen aufführen. Der Ursprung des Tanzes an sich ist jedoch umstritten; er könnte ebenso auf vorspanische aztekische oder benachbarte Traditionen zurück reichen.

Das erste Bild zeigt indigene Tänzer auf der Plaza de la Constitución in Mexiko-Stadt, ein Foto von Diego Lema aus dem Jahr 2007. Bis zum 19. Jahrhundert waren die Tänze hauptsächlich in den ländlichen Gegenden Zentralmexikos verbreitet. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts führte die arbeitsbedingte Abwanderung zur Verbreitung in den urbanen Zentren. Vor allem Mexiko-Stadt entwickelte sich zu einem Zentrum, weil der Tanz hier als Ausdruck einer ethnischen und kulturellen Identität aufgenommen wurde.

Heute ist zudem beobachtbar, wie der Tanz weniger spirituell und vielmehr zum Tourismusmagnet avancierte. Infolge starker Migrationsströme nach Nordamerika und Europa gibt es inzwischen auch Tanzgruppen außerhalb Mexikos wie etwa in Madrid und sogar in Berlin.
azteken6Das zweite Bild zeigt zwei Conchero-Tänzer in Berlin. Es handelt sich um ein Foto von Helmut Groschwitz aus dem Jahr 2014. Wie die Tanzgruppen im Einzelnen nach militärischen Rängen aufgebaut sind und, welche Musikinstrumente und Kultgengenstände zur Tanzvorführung gehören, ist in unserer Ausstellung zu erfahren.



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Dies war der sechste und letzte Beitrag in der Blog-Reihe "Die Azteken. Einst und jetzt". Nach vielen Wochen der Vorbereitung und der Berichte hier im NewsBlog der Universität Bonn wird nun die Ausstellung am Montag, 14. September 2015 um 18.15 Uhr in den Räumen der Bonner Altamerika-Sammlung, Oxfordstr. 15, eröffnet. Studierende und Dozentin würden sich freuen, Sie, die verehrten Leser dieses NewsBlogs, dort begrüßen zu können.

Ihre Ansprechpartnerin zum Ausstellungsprojekt:
Dr. Antje Gunsenheimer
Universität Bonn
Institut XI, Abt. für AltamerikanistikOxfordstr. 15, 53111 Bonn
Tel. 0228/73-4456
E-Mail: antje.gunsenheimer@uni-bonn.de

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01.09.2015

Springkrautgewächs ist Pflanze des Monats September

Springkrautgewächs ist Pflanze des Monats September

 

Hydrocera triflora ist eine der beiden Gattungen in der Familie der Springkrautgewächse (Balsaminaceae). Die andere Gattung, die Springkräuter (Impatiens), sind bei uns wesentlich bekannter.

In den Botanischen Gärten der Uni Bonn befindet sich eine der größten Sammlungen von Arten dieser Familie in Europa. In enger Kooperation mit Professor Fischer, Koblenz, forschen Wissenschaftler vom Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen der Universität Bonn, koordiniert von Dr. Stefan Abrahamiczyk, über Systematik und Blütenbiologie vor allem der Gattung Impatiens. Mehrere neue Arten konnten aus den Botanischen Gärten beschrieben werden, zuletzt Impatiens elianae, eine madagassische Art.

Hydrocera triflora weicht im Aufbau der Frucht erheblich von den Springkräutern (Impatiens) ab. Ihre Frucht ist eine Scheinbeere und öffnet sich nicht explosionsartig, sondern erst nach längerem Liegen im Wasser. In der Form der Blüten finden sich hingegen Ähnlichkeiten mit Impatiens-Arten.

Hydrocera triflora ist in tropischen Tieflandsümpfen Süd- und Südostasiens verbreitet. Entsprechend ihrer Herkunft wird sie erfolgreich im Victoriahaus, wo die Pflanze des Monats zu sehen ist.

Sommeröffnungszeiten (1. April bis 31. Oktober):
Täglich außer samstags 10 - 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

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