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Zwei Nachwuchsforscher erhalten den Promotionspreis der Stiftung für Physik & Astronomie in Bonn

Den Promotionspreis der Stiftung für Physik & Astronomie in Bonn 2015 teilen sich Dr. Fabian Schneider für seine Dissertation „Statistical Analyses of Massive Stars and Stellar Populations“ und Dr. Thomas Schwindt, dessen Arbeit den Titel „Evidence for Higgs Boson Decays to τ+ τ- Final States with ATLAS“ trägt.

Zwei Nachwuchsforscher erhalten den Promotionspreis der Stiftung für Physik & Astronomie in Bonn

Dr. Thomas Schwindt (li.) und Dr. Fabian Schneider. Montage: Dezernat 8 Fotos: Colourbox/privat

Fabian Schneider untersuchte Sterne, die mit mehr als der zehnfachen Masse der Sonne eine Schlüsselrolle im Universum spielen. Sie haben viele der chemischen Elemente auf der Erde erzeugt und beenden ihr Leben in spektakulären Supernova Explosionen. In seiner Dissertation kombinierte Fabian Schneider neuartige statistische Methoden und modernste theoretische Modelle mit detaillierten Beobachtungsdaten, um das Leben dieser Giganten unter die Lupe zu nehmen. Dabei wurden einige erstaunliche Entdeckungen gemacht. Zum Beispiel konnte gezeigt werden, dass die bisher angenommene maximale Geburtsmasse von Sternen nicht bei 150 sondern im Bereich 200-500 Sonnenmassen liegt, wodurch sich einige der kürzlich entdeckten Hypernovae erklären lassen.

Thomas Schwindt studierte in seiner Arbeit Kollisionen von Protonen bei höchsten Energien am CERN Large Hadron Collider (LHC). Er entdeckte den Zerfall des 2012 entdeckten Higgs-Bosons in Fermionen, Teilchen mit halbzahligem Spin, aus denen die Welt (Protonen, Neutronen und Elektronen in den Atomen sind Fermionen)  aufgebaut ist. Dazu suchte er mit dem ATLAS-Experiment nach Zerfällen in zwei "schwere Elektronen", genannt "Tau"-Teilchen, die aus einem viele Milliarden mal größeren Untergrund von Reaktionen nachgewiesen werden müssen. Erst die nun beobachteten Zerfälle bestätigen die fundamentale und wichtige Eigenschaft des Higgs-Teilchens, für den Mechanismus zur Erzeugung der Masse von Bosonen und von Fermionen verantwortlich zu sein.

Die 2002 gegründete Stiftung für Physik & Astronomie in Bonn ist unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn angesiedelt. Sie hat zum Ziel, Wissenschaft und Forschung im Fach Physik/Astronomie an der Universität Bonn zu fördern, insbesondere durch die Vergabe von Preisen für herausragende wissenschaftliche Forschungsarbeiten, Stipendien an besonders hervorragende Nachwuchswissenschaftler und durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 23. April, um 16 Uhr c.t. in Hörsaal 1 des Physikalisches Instituts (Nußallee 12, 53115 Bonn) statt.

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